Hui Buh (22) – Der Geist des Pharao

Titel: Hui Buh (22) – Der Geist des Pharao / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Stefan Krause, Jan Spitzer, Maximilian Artajo ua

hui22Inhalt: Auf der Suche nach seltenen Staubmilben finden Hui Buh und sein Freund Husch ums Eck ein längst vergessenes Kellergewölbe voller ägyptischer Schätze. Diese wurden vor hunderten von Jahren von Julius dem 45. nach Schloss Burgeck gebracht. Unter anderem steht dort ein uralter Sarkophag, dessen Besitzer durch die beiden Freunde aufgeweckt wird.
Bald schon wird die königliche Familie von einer Mumie heimgesucht, die sich als gefährlicher Gegner erweist. Um den unangenehmen Besucher zu bezwingen, müssen Hui Buh und seine Freunde all ihren Mut und Tatkraft sammeln und das Rätsel um das mysteriöse Felsenlabyrinth lösen.


Mit Pharaonen und Mumien bin ich heikel. Ich glaube, meine Assoziationskette „Wüste – Sand – staubig – langweilig“ hatte ich in diesem Zuammenhang bereits einmal erwähnt. Daran hat sich seither nichts geändert.
Doch natürlich muss sich die königliche Familie nicht erst nach Ägypten begeben um sich Ärger mit einer Mumie einzuhandeln. Sie haben Hui Buh und seinen Kumpel Husch-ums Eck, die kriegen das auch auf Schloss Burgeck hin.
Ehe es mit der Mumie so richtig rund geht, dauert es allerdings eine ganze Weile. Für meinen Geschmack zog sich das Vorgeplänkel etwas in die Länge. Langweilig wird es zwar nicht, dafür sorgen die Expedition in der Keller und die dortige Suche nach berühmten Staubmilben (darauf muss man auch erstmal kommen!), aber so richtig rund geht es erst später.
Dann aber so richtig! Die Mumie muss weg, das ist klar! Nur wie? Es wird eine turbulente Jagd mit spannenden und leicht schaurigen Momenten. Zwischendurch darf auch mal gelacht werden. Hui Buh hat selbst in den brenzligsten Momenten noch einen Spruch auf Lager und König Julius weiß gekonnt zu kontern. Ich mag die beiden gerne, wenn sie sich eines ihrer Wortgefechte liefern.
Aber sie sind eben auch ein unschlagbares Team, wie das Finale hier wieder einmal beweist.

Ich sage es ungerne, aber Husch-ums-Eck hat echtes Nervpotenzial. Klaus Peter Graps Lispeln für das Gespenst fand ich zwar ganz niedlich, aber die schrille Stimme so überhaupt nicht. Husch-ums-Eck brauche ich so schnell nicht wieder. Da kann er vom Charakter her noch so liebenswert sein. Jan Spitzer gibt die Mumie des Pharaos Pipothep und sorgt dafür, dass dieses immer einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Im bösen, wie im guten Sinne. Ansonsten wird die Geschichte von den vertrauten Sprechern der königlichen Familie bestritten.

Ob man lange gesucht hat bis man jemanden fand, der eine Panflöte nicht spielen kann? 😉 So klangen jedenfalls einige Stücke in meinen Ohren. Trotzdem verstehen es diese Melodien, ein wenig Wüstenflair aufkommen zu lassen, was gut zur Geschichte passt.

Das Covermotiv finde ich etwas chaotisch. Den Anubis habe ich erst beim zweiten Blick erkannt. Und der Sarkophag steht sehr im Hintergrund. Etwas deutlicher hätte man das Thema der Geschichte schon machen können.

Fazit:  Die Folge braucht ihre Zeit ehe sie in die Gänge kommt. Doch dann geht es spannend, leicht gruselig und turbulent zu. So mag ich Hui Buhs Abenteuer mit „seiner Familie“. Also einfach das erste Drittel durchhalten und alles wird gut!

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