Monika Häuschen (40) – Warum stinkt der Iltis?

Titel: Monika Häuschen (40) – Warum stinkt der Iltis? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Lars Wohlfahrt, Steffen Lukas, Tom Deininger ua

moni40Inhalt: Im Garten dämmert es schon, aber die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen spielt zusammen mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch, und dem gelehrten Graugänserich Günter immer noch ein aufregendes Spiel: Räuber und Polizist. Räuber Schorsch mopst Salatblätter und Herr Günter als Polizist versucht das zu verhindern. Nur Monika fühlt sich in der Rolle des Verbrechers nicht so ganz wohl. Und dann ist plötzlich auch noch ein echter Dieb im Hühnerstall und im Garten riecht es plötzlich so seltsam. Wird es nun etwa gefährlich für die Freunde?


Einmal mehr stellt die Reihe eine Frage, auf die ich auch als erwachsener Hörer keine spontane Antwort gehabt hätte. Und von kaum jemanden lasse ich mir Naturphänomene lieber erklären als von Monika und ihren Freunden. Doch zunächst spielt der Iltis noch keine Rolle. Stattdessen spielen die drei Freunde Räuber und Polizist. Das Diebesgut ist natürlich etwas Fressbares und das sorgt immer für viel Spass. Schorschs und Günters Wortgefechte um dieses Thema sind einfach immer super lustig.
Doch dann schlägt die fröhliche Stimmung um. Im Garten riecht es seltsam und im Schuppen scheint etwas vorzugehen. Ich muss sagen, das Geschehen im Schuppen wird schon recht schaurig dargestellt. Alle, sogar der Erzähler, haben ein wenig Angst, und dann diese dunkle Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint. Eine spannende Sache!
Lange wird diese Stimmung nicht ausfrecht gehalten, weswegen ich das für ein Kinderhörspiel als durchaus okay empfinde. Natürlich ist der Iltis doch ganz nett und indem man ihn kennenlernt, lernt man auch einiges über ihn. Günter darf hier wieder aus dem Vollen schöpfen was seine Bildung anbetrifft. Damit es nicht zu viel wird, streuen Schorsch und Monika immer mal wieder Fragen oder lustige Irrtümer ein, die dann aufgeklärt werden müssen.
Besonders gefallen hat es mir übrigens, dass der Erzähler -und damit der Halter der durch den Iltis aufgescheuchten Hühner- deshalb kein Fass aufmacht und dem Iltis ans Fell will.

Als Iltis ist Lars Wohlfahrt zu hören. Ich mochte seine unheimliche, dunkle Stimme im stall sehr gerne. Aber aus später hat er mir gut gefallen. Er gibt einen netten Iltis, der aber unüberhörbar auch seine Geheimnisse hat. Das darf so sein.

Neben dem lustigen Titellied ist nicht viel Musik zu hören, dafür aber ein paar wirklich schöne Geräusche. Das finde ich in dieser Reihe auch eindeutig wichtiger. In diesem Zusammenhang Lob Nummer 3 für die Stimmung im Hühnerstall mit dem dumpfen Hall.

Auf dem Cover steht natürlich Iltis Stingobald im Mittelpunkt und sieht sehr niedlich aus! Günter in Polizeiuniform und Schorsch mit seiner Räuberaugebinde dagegen sehen lustig aus. Das Motiv ist abendlich angehaucht und solche Cover sind mir ohnehin die liebsten der Reihe.

Fazit:  Ein bisschen schaurig geht es hier anfangs schon zu, aber ich habe mir von einem testhörenden Kind sagen lassen, dass ihm gerade das so gut gefallen hat, dass die CD gleich mehrfach gehört wurde. Scheint also wirklich in Ordnung zu sein. Davon abgesehen geht es lustig und lehrreich zu wie immer im Gemüsebeet.

 

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