Die drei ??? (174) – Das Tuch der Toten

Titel: Die drei ??? (174) – Das Tuch der Toten / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Luise Lunow, Mario Ramos ua

ddf174Inhalt: Ein zunächst harmloser Ausflug entwickelt sich zu einem geheimnisvollen Fall für die drei ???: In einem sagenumwobenen Waldgebiet in den Santa Monica Mountains streift eine düstere Gestalt umher. Ein Wesen aus der Urzeit? Justus, Peter und Bob stoßen auf rätselhafte Spuren. Was sie nicht wissen: Sie sind nicht die Verfolger, sondern die Beute.


Da ist wieder mal so eine Folge dieser Reihe, bei der ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich entgeistert den Kopf schütteln oder den Autor für seine „Kreativität“ bewundern.
Es beginnt ganz harmlos mit einem Ausflug der drei Freunde, doch natürlich stolpern sie schnell in den Fall. Der geht zunächst mit einem Rätsel in Vorlage, wie sie oft und gerne für Folgen der „Drei ???“ genommen werden. Das ist dann aber nach ganz kurzer Zeit überhaupt nicht mehr von Bedeutung und wird erst am Ende der Geschichte aufgelöst. Und auch diese seltsamen schmalkäpfigen Menschen in ihren sonderbaren Tüchern, die man anfangs gesehen haben will (und die immerhin den Titel bestimmen!) sind im Nu nicht mehr von Belang. Da fragt man sich doch: warum legt man damit den Grundstein für eine Geschichte, die sich eigentlich um etwas ganz anderes dreht? Nämlich um ein paar Verbrecher, die einen Polizisten aus dem Weg haben wollen, dessen hochbegabter Polizeihund ihnen gefährlich werden könnte. Klingt seltsam? Ist es auch! Und holprig wirkt die Story dadurch obendrein.
So richtig Spannung wollte bei mir dabei nicht aufkommen, daran ändern auch eine Schießerei, eine halbherzige „Entführung“ und ein Fautschlag von Bob nichts.
Wie gesagt, am Ende kommt man auf das zurück, womit die Folge begonnen hatte. Somit wird dieser Teil der Handlung wenigstens abgeschlossen. Ob es -um dorthin zu kommen- diese krude Handlung dazwischen gebraucht hätte, das lasse ich mal dahingestellt.

Luise Lunow gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen. Ich freue mich immer ihre rauhe und markante Stimme zu hören. Hier spricht sie Wissenschaftlerin Grace Powell und lässt sie klug und energisch klingen. Allerdings vielleicht doch ein paar Jährchen älter als ich mir eine Professorin vorstelle. Till Demtröder ist als ihr Sohn Angus zu hören, der sympathisch aber auch so pflichtbewusst rüberkommt wie es sich für einen Polizisten gehört.

Der Soundtrack hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die eingesetzten Stücke fallen weder richtig positiv, noch richtig negativ auf. Die Geräuschkulisse kommt in bewährter Qualität daher. Die Schüsse klangen für mich allerdings eher nach Western als nach einer Schießerei zwischen Ganoven und der Polizei. Dafür war ich angenehm überrascht darüber, dass man für Leo einen anderen Synchronhund als den von Timmy gefunden hat.

Wenigstens auf dem Cover ist ein Tuch zu sehen. Außerdem darf man sich fragen, wessen Hand das ist, die so krallenartig danach greift. Und die finstere Gestalt im Hintergrund lässt wenig Gutes vermuten.

Fazit: Ein holprige und krude Story, deren Anfang und Ende mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben. Und die wirkt obebendrein noch ziemlich weit hergeholt. Eine seltsame Kombination, die mich nicht überzeugen konnte.

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