Gruselkabinett (96 / 97) – Madame Mandilips Puppen

Titel: Gruselkabinett (96 / 97) – Madame Mandilips Puppen / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 122 min, 2 CDs / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Georg Panczak, Uschi Hugo ua

gk9697Inhalt: New York 1931: Dr. Lowell ist ein bekannter Facharzt für Neurologie und Geisteskrankheiten, der in einem renommierten Krankenhaus Belegbetten hat. Eines Abends gerät er vor der Klinik unversehens in einen Fall, in dem offenbar Kräfte am
Werk sind, von denen er nicht geglaubt hat, dass es so etwas überhaupt gibt.


Puppen kommen in zahlreichen gruseligen Filmen und Geschichte vor. Ich mag solche Geschichten sehr, weil ich Puppen auch in echt meist eher schaurig als schön finde. Daher war ich auf diese Folge sehr gespannt.
Im Großen und Ganzen bin ich nicht enttäuscht worden. Die Geschichte verläuft angenehm geradlinig und trotz mehrerer Figuren fällt es überhaupt nicht schwer, den Überblick zu behalten. Normalerweise habe ich damit schnell meine Probleme. Der Schauplatz wechselt häufig. Mal rätselt man mit Dr. Lowell, was hinter den seltsamen Todesfällen stecken könnte und geht der Sache nach und nach mehr auf den Grund. Dann wieder ist man bei der Puppenmacherin und ihren Kunden zu Gast. Dadurch ist man dem Doktor ein gutes Stück voraus, denn diese Passagen bringen schon sehr deutlich rüber, dass mit dieser unheimlichen Frau etwas nicht stimmt. Dennoch verliert der Part bei Lowell keineswegs an Spannung. Ich habe neugierig verfolgt, wie er und seine Leute versuchen, das Geheimnis zu lüften. Außerdem treffen sie dabei auf verschiedene weitere Personen, die dank einiger schauriger Erlebnisse und Entdeckungen ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Während ich vielen Folgen dieser Reihe den Gruselfaktor rundweg abspreche, muss ich hier sagen, dass es durchaus wirklich schaurige Szenen gibt, die einem eine Gänsehaut bescheren. Es geht also doch! So sollte eine Geschichte sein, wenn auf dem Deckel „Grusel“ draufsteht.

Doris Gallart übernimmt die Rolle der Madame Madilip und leiht ihr ihre tiefe, markante Stimme, die in einem Moment gutmütig und sympathisch klingt, aus der einen im nächsten Moment aber auch schon das Böse quasi anspringt. Als Dr. Lowell ist Hans-Georg Panczak zu hören, dem man den erfahrenen und gebildeten Arzt sofort abnimmt. Helmut Krauss als Gangsterboss Ricori hat mir ebenfalls gefallen. Vor allem, weil zwar durchweg eine gewisse Bedrohlichkeit in seiner Stimme liegt, die menschliche Seite dieser Figur aber ebenfalls unverkennbar ist. Nur eine Bitte habe ich: ich mag Reinhilt Schneiders Stimme wirklich gerne, aber könnte man ihr künftig Rollen geben, in denen sie nicht heulen und jammern muss? Da möchte ich mir jedes Mal die Ohren zuhalten.

Wie so oft in dieser Serie bekommt man Musik und Geräusche im Überfluss geboten. Und wie immer finde ich, dass es hier und da auch gut ohne düstere, wabernde Stücke oder Geräusche mit Gruselfaktor gegangen. Die Story selber ist schaurig genug um solche Szenen zu überbrücken, ohne dass sie an Atmosphäre verloren hätte.

Puppen sind gruselig! Das beweist das Cover eindeutig. Der starre Blick alleine lässt einen schon schaudern .

Fazit: So mag ich „Gruselkabinett“-Folgen: wenn sie wirklich gruselig sind! Spannend geht es obendrein zu und Langeweile kommt nicht eine Sekunde lang auf. Dafür sorgen vor allem die Schauplatzwechsel zwischen Lowell und seinen Leuten und Madame Mandilip. Bei beiden Parteien hat man allen Grund zum Mitfiebern.

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