Die drei !!! (36) – SOS per GPS

Titel: Die drei !!! (36) – SOS per GPS / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Sonja Stein, Martin May, Jens Wendland, Svenja Pages ua

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Inhalt: Die drei !!! sind für einige Tage in ein Naturkunde-Museum eingeladen. Hier dürfen Franzi, Kim und Marie die angebotenen Geocaching-Touren ausprobieren. Doch schon bei ihrer ersten Schatzsuche häufen sich seltsame Vorkommnisse: GPS-Daten wurden manipuliert, Caches sind verschwunden und ein kopfloser Geist taucht auf! Als sie dann auch noch einen anonymen Drohbrief finden, ist klar, hier will jemand mit aller Macht die moderne Schnitzeljagd in freier Natur verhindern. Aber warum? Bei ihren aufregenden Ermittlungen stellen die Detektivinnen fest, dass auch ein Fall, der schon gelöst scheint, noch eine böse Überraschung bereit halten kann.


Das ist wieder so ein Folge, wo ich mich in einiger Hinsicht frage, was das soll. Fangen wir mal mit dem Fall an sich an. Oder sollte ich besser dagen: mit den beiden Fällen? Denn den größten Teil der Folge sind die Mädels damit beschäftigt, der Frage auf den Grund zu gehen, was mit den Strecken der Geocaching-Touren passiert ist. Wieso und von wem wurden sie manipuliert? Und dann sorgt noch ein kopfloser Geist für Aufregung. Das an sich hätte mir schon gereicht. Es fühlt sich zwar mal wieder nicht wie eine Detektivgeschichte an, sondern läuft irgendwie so nebenbei, aber immerhin ist es ein Rätsel. Und ein Hauch Grusel mischt auch mit. Für die Serie also ganz okay. Aber kaum, dass diese Sache aufgeklärt ist, wird noch ein zweiter Fall hinterhergschoben. Das wirkt wie ein Anhängsel. Zwar mehr wie ein Krimi, aber eben wie ein Anhängsel.
Das SOS aus dem Titel habe ich vergeblich gesucht, in beiden Fällen.
Weiterhin frage ich mich, was es soll, einen Herrn Noris Kinner mitspielen zu lassen? Will die Reihe nun eigenständig sein, oder nicht? Was sollen diese Anspielungen auf die anderen Satzzeichen? Ich verteidige sie hier nicht -nicht falsch verstehen- aber ich empfinde es als unnötig.
Und zu letzt würde ich gerne noch wissen, wieso ein anderer Herr Hartmut-Hagen heißt? Ich weiß, dass „Hagen“ ein Vorname sein kann, aber so dahergesagt klingt es halt wie Vor- und Nachname, und gesagt wird es in nahezu jedem Satz, der an den Mann gerichtet wird. Und das fängt schnell an zu nerven und irritierend ist es ebenfalls. Es klingt, als spräche ihn jeder mit Vor- und Zunamen an.

An den Sprechern gibt es weiter nichts auszusetzen. Mir hat überraschenderweise vor allem Liza Ohm alias Lina gefallen, Maries ungeliebter Stiefschwester. Wenn man so viel Schlechtes von Marie über sie gehört hat, kann man sich kaum vorstellen, dass sie echt pfiffig ist. Und das bringt Liza Ohm toll rüber. Als Hartmut-Hagen ist Martin May zu hören und er hat mir ein gutes Bild von diesem hektischen Kerl vermittelt. Außerdem wusste ich nie, ob ich ihm trauen kann. Lediglich am Ende bei der „Verhör“ klang er mich doch eine Spur zu deppert. Vielleicht aber auch kein Wunder, wenn man Sachen sagen muss wie „Ihr wisst ja alles!“…
Übrigens, wieso muss eine der Detektivinnen konsequent vom „Kasch“ sprechen, während alles um sie herum vom „Käsch“ (für „Cache“) spricht?

In Sachen Musik und Geräusche ist weitgehend alles im grünen Bereich. Die Stücke klingen nicht anders als in anderen Folgen, dafür ist das Geschehen in der Nacht im Wald angemessen unheimlich untermalt. Das ist auch viel wert. Lediglich die Knöpfe vom GPS klingen als säßen sie an einem hohlen Stück Plastik. Knack, knack. So hört sich nicht mal mein GPS an, und das ist wahrlich kein Luxus-GPS.

Auf dem Cover sieht man die drei Detektivinnen im Wald, ausgerüstet mit GPS-Geräten und offenbar in einer seltsamen Situation, so skeptisch wie zwei von ihnen dreischauen.

Fazit: Zwei Fälle in einer Geschichte, von denen einer wie ein Anhängsel wirkt. Und das, obwohl er viel mehr Krimi ist als der andere und für mich somit der Hauptfall hätte sein müssen. Und dann sind da noch so ein paar seltsame Dinge wie Noris Kinner und ein SOS per GPS, das es eigentlich an keiner Stelle gibt. Eine durchwachsene Folge.

 

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