Fünf Freunde (110) – auf dem Pfad der Küstenschmuggler

Titel: Fünf Freunde (110) – auf dem Pfad der Küstenschmuggler / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Ivo Möller, Patrick Bach, Udo Schenk, Michael Bideller ua

ff110Inhalt: Die Fünf Freunde fahren zum Windsurfen an Cornwalls Küste. Kaum haben Julian und Dick die Wellen des Atlantik erobert, geraten sie in Seenot und werden in letzter Minute von einem Frachter gerettet. Auf dem Schiff scheinen seltsame Dinge vor sich zu gehen. Zur selben Zeit machen Anne, George und Timmy eine sehr merkwürdige Entdeckung und schon stecken alle Fünf in einem neuen, aufregenden Abenteuer.


Der Titel dieser Folge lässt sofort Erinnerungen an die allerersten Abenteuer der Freunde aufkommen. Und vielleicht hat der eine oder andere genau wie ich darauf auch gehofft.
Diese Hoffnung war und ist -das sei für künftige Hörer kurz gesagt- vergebens.
Das soll nun aber nicht heißen, dass die Folge schlecht ist. Das ist sie auf gar keinen Fall. Julian und Dick mit ihren Surfbrettern in Seenot, das ist ebenso spannend wie die spätere Suche nach der Wahrheit. Dazwischen beweisen die Freunde gut, dass sie auch getrennt prima ermitteln können. Mir gefällt das immer, wenn die Fünf mal kurzzeitig getrennt werden, denn das gibt den Figuren jeweils eine gewisse Eigenständigkeit. Und das kann nicht schaden, wenn man sonst immer in einem Atemzug genannt wird.
Hinzu kommt noch ein wirklich ernstes und durchaus sehr aktuelles Thema, das den Aufhänger zu diesem Fall stellt. Über vieles sollte man sich mal ein paar Gedanken machen, es sich bildlich vorstellen und dann Konsequenzen daraus ziehen. Klasse, dass das schon den jungen Hörern mit auf den Weg gegeben wird. Dorthin gehört diese Botschaft auf jeden Fall. Aber auch erwachsene Hörer können und sollten sich hier etwas mitnehmen. Eindringlich genug beschrieben wird es definitiv.

Ich muss gestehen, wenn mich die Bösewicht-Stimme Nummer 1 -Udo Schenk- auffordern würde, meine Ohren herzuzeigen, würde ich vermutlich trotz Ohrenschmerzen kilometerweit weglaufen. Für mich war es ganz schön ungewohnt, ihn mal in der Rolle eines fürsorglichen Arztes zu hören. Aber wenn man die Bilder aus dem Kopf hat, die bei seiner Stimme automatisch dort auftauchen, dann kann man nur sagen, dass er auch diese Rolle gekonnt meistert. Sein Patient Luka wird von Malon Stahlhut gesprochen, dem es spielend gelungen ist, mein Mitleid zu wecken.

Auch musikalisch muss diese Folge sich nicht verstecken. Schöne und passende Melodien sind zu hören, die jeweils für die nötige Atmosphäre sorgen. Die Geräuschkulisse kommt ebenfalls gelungen daher. Das rundet den ohnehin sehr postiven Eindruck ab, den die Geschichte bei mir hinterlassen hat.

Das Cover kam mir sofort bekannt vor. Einfach mal nach „Fünf Freunde verfolgen die Strandräuber“ googeln und schmunzeln. Wenn man sich da nicht an dieser alten Episode der Reihe orientiert hat, dann weiß ich auch nicht.

Fazit:  Eine rundum gelungene, spannende Folge mit ernsthaftem Thema und einem sehr vertrauten Covermotiv 😉

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