Hörgespinste (05) – Kuckuckskind

Titel: Hörgespinste (05) – Kuckuckskind / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Katja Behnke, Dagmar Bittner, Sabine Kuse, Andy Suess ua

gespinste05Inhalt: Julia und Alice sind Schwestern Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch gibt es einen Grund für diese Unterschiede? Auf einem Ausflug nach Chicago entdeckt Alice ein Vermisstenplakat: mit dem Foto von ihrer Schwester Julia. Aber das vermisste Mädchen hat einen anderen Namen: Bess Hargrowe. Ist Julia vielleicht gar nicht die Schwester von Alice? Alice kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.


Endlich geht es mit einigen meiner Lieblingsserien weiter. Beispielsweise mit den „Hörgespinsten“. Pandora’s Play wird bei mir immer per se einen Stein im Brett haben. Bielefeld ist nicht weit weg und mir gefällt es einfach, dass mehrere ihrer Hörspiele in unserer Gegend spielen. Deshalb habe ich Bauklötze gestaunt als ich feststellte, dass „Kuckcuckskind“ in den USA spielt. Bitte, was soll das? Zahlreiche Autoren beweisen immer wieder, dass Krimis, Thriller und gruselige Geschichten auch problemlos funktionieren, wenn sie in Deutschland spielen. Und die Handlung von „Kuckuckskind“ hätte hier genauso gut spielen können, da bin ich sicher. Das war der erste kleine Dämpfer für meinen Enthusiasmus.
Die Story an sich ist nicht übel. Ich habe schnell mitgerätselt, was mit Julia nicht stimmen könnte. Und auch wenn sie sich für mein Empfinden teilweise etwas in die Länge zogen, so fand ich Alice‘ Nachforschungen doch ganz spannend. Allerdings hätte es sich für mich ruhig früher andeuten können, dass etwas Übersinnliches hinter all den Rätseln steckt. Das wird erst kurz vor Ende deutlich, dann aber so richtig. Gut, irgendwie rechnet man damit, wenn man die Reihe kennt, aber so ein bisschen Grusel zuvor hier und da hätte nicht geschadet. Ohne solche Elemente kann man auch einfach auf eine krimi- oder thrillermäßige Auflösung schließen, sodass man bei dem tatsächlichen Ende vor Überraschung wie vom Donner gerührt dasitzt. Das hätte man für mich zuvor gerne schon mal durchblicken lassen dürfen.

Dagmar Bittner gibt eine aufgeweckte und selbstbewusste Alice. Und Sabine Kuse in der Rolle von Alice‘ Freundin Suzie steht ihr da in nichts nach. Maria Tzankow klang mir eine ganze Spur zu jung für eine Mutter von zwei Teenagern. Katja Behnke lässt Julia ernsthaft und ruhig klingen, was einen guten Kontrast zu ihrer pfiffigen Schwester bildet.

Musikalisch klang diese Folge für mich typisch nach Pandora’s Play. Die Hörspiele haben ihren eigenen Klang, das ist in meinen Ohren halt so. Aber der kann sich hören lassen. Es sind stimmige Melodien zu hören, die gut zu den jeweiligen Szenen passen.

Was mir das Covermotiv sagen soll, das habe ich mich schon gefragt als ich es zum ersten Mal sah. Es sieht zwar geheimnisvoll und mystisch aus, doch ein Zusamenhang zur Geschichte kann ich in keinem Element finden. Außer halt, dass es um ein Mädchen geht.

Fazit: Leider konnte mit das Kuckuckskind nicht so recht von sich überzeugen. Die Idee ist gut, aber die Story zieht sich teilweise schon sehr, und dass es mal in Richtung Übersinnliches gehen wird ist bis zum Finale nicht mal zu erahnen. Ein paar schaurige Momente zuvor wären nett gewesen, die hatten die vorigen Folgen auch. Und dann diese Sache mit dem Schauplatz. Wieso musste man dafür in die USA gehen?

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