01 – Blutige Zeche in Bottrop – Entscheidung am Tetraeder

Titel: 01 – Blutige Zeche in Bottrop – Entscheidung am Tetraeder / Verlag: Trashothek / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Thomas Nückel, Sascha Menge, Katja Eggers ua

trashothek01Inhalt: Sascha und Throsten, die beiden unerschrockenen Trashothekreporter, befinden sich auf dem Weg zu Weekend of Horrors in Bottrop. Doch wie das immer so mit Horror-Hörspielen ist, verirren die beiden sich irgendwo im tiefsten Niemandsland. Was mag dieser heißen und verwirrten Braut zugestoßen sein, dass sie die Hilfe unserer beiden Alltagshelden benötigt? Was verbirgt sich in diesem düsteren Gemäuer, hinter dessen kohlenstaubiger Fassade das unbeschreibbare Grauen schon auf seine Opfer wartet?


Wie der Klappentext es schon anklingen lässt, eine super innovative Story darf man sich von diesem Hörspiel nicht erwarten. Grundlegend ist es eine schon x-mal durchgekaute Idee: zwei Leute verirren sich im Dunklen in einer sonderbaren Gegend, dann läuft ihnen eine Frau vors Auto und später machen sie noch einige wirklich grausige Entdeckungen. Das kennt man.
Allerdings wird diese Idee hier angereichert mit massig, wirklich massig weiteren Elementen, die teilweise schräger kaum sein könnten. So etwas muss man mögen um darüber lachen zu können. Ich muss gestehen, so richtig lachen musste ich nur über zwei Figuren, aber geschmunzelt habe ich doch ab und zu. Man kann das alles einfach nicht ernst nehmen, und ich bin mir sicher, dass man das auch nicht soll(te). An Ideen mangelt es den Jungs und Mädels der Trashothek unverkennbar nicht.
Kann man sich bei diesem Hörspiel gruseln? Nein, nicht wirklich. Auch wenn noch so viel Köpfe rollen und Gehirne verpflanzt werden sollen. Das ist zu viel Hau-drauf-Horror um sich dabei zu gruseln.
Ist das Hörspiel spannend? Ja, gewissermaßen schon. Es dauert nämlich gar nicht lange bis man sich fragt, wie um alles in der Welt, sich diese beiden „Helden“ durch ihr Abentuer schlagen werden. Und bis man sich fragt, welche schrägen Szenarien sich noch ereignen werden. Alleine das hat mich schon gut bei Laune gehalten.

Sascha Menge und Throsten Anders in den Hauptrollen sind ein stimmiges Duo. Die beiden passen prima zusammen. richtig gut gefallen hat mir Katja Eggers mit ihrem burschikosen und aufmüpfigen Ton. So jemanden brauchen Sascha und Thorsten sehr,sehr dringend! Und so richtig lachen musste ich über Joachim Hoffmann und Sven Görgens, die einen Wachmann und einen Hausmeister sprechen. Geniale Stimmen, die passen wie die Faust aufs Auge!

Musikalisch wird ebenfalls eine bunte Mischung präsentiert, die das Tempo und das Chaotische der Story aufgreifen und unterstreichen.

Das Cover lässt bereits auf eine schräge und ideenreiche Geschichte schließen. Schön düster ist es gehalten, Blut und leicht bekleidete Damen dienen als Dekoration und im Hintergrund ist ein an sich ganz witziges Monster zu sehen. Auf der CD dahinter bekommt man dann prompt genau das geboten.

Fazit: Ich habe das Hörspiel tatsächlich mehrere Male gehört und habe jedes Mal noch etwas Neues entdeckt. Wenn man ein Faible für Trash hat, sollte man hier mal ein Ohr riskieren. Blut, Sex und Monster können wirklich Spass machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: