Schattensaiten (10) – Augenlichter

Titel: Schattensaiten (10) – Augenlichter / Verlag: Pandoras Play / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Katja Behnke, Dagmar Bittner, Aiga Kornemann, Mica Wanner ua

schatten10Inhalt: Ich kann nichts mehr sehen….ich bin blind….helft mir, bitte! Ein nächtlicher Anruf versetzt Daniel, Anne, Claudia und Christian in Aufruhr. Ihre Freundin Sara hat nach einem Besuch auf der Kirmes ihr Augenlicht verloren. Und sie ist nicht die einzige. Warum erblinden auf einmal etliche Kirmesbesucher? Und was hat die unheimliche Wahrsagerin Madame Medusa damit zu tun? Die Spur führt zu einem magischen Zirkel und in der Walpurgisnacht enthüllt sich ein dunkles Geheimnis: das Geheimnis der Augenlichter.


Es kann sich vermutlich niemand vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, dass diese Reihe weitergeht! Die Serie, mit der ich damals in die Welt der Hörspiele auf CD eingestiegen bin. Alleine deshalb wird sie für mich immer etwas Besonderes bleiben. Und wegen des Lokalkolorits, denn Herford und Bielefeld liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt und ich kenne so manchen Schauplatz.
Zu meiner Freude spielt „Augenlichter“ auch genau dort. Ich hoffe ja so ein bisschen, das Rhangnarva keine Rolle mehr in der Reihe spielen wird. Für mich ware das die schwächsten Folgen. Da lausche ich lieber solchen Geschichten wie hier. Die Idee mit den Augenlichtern gefällt mir sehr gut! Ich wüsste spontan nicht, dass mir sowas schon mal begegnet wäre.
Wieso erblinden die Kunden Wahrsagerin? Was steckt dahinter? Auf gewohnt clevere, ab und zu auch mal chaotische Art forschen Christian, Anne, Claudia und Daniel nach. Das ist spannend und macht Spass. Sie sind weder Meisterdetektive, noch die Ghostbusters, sondern ganz normale junge Leute, die immer mal wieder das Übersinnliche aus Bielefeld verjagen müssen. und das machen sie wirklich gut.
Beim Finale wird es dann nochmal so richtig gefährlich und speziell bei der Szene auf der Autobahn darf man ruhig mal in den Fingernägeln knabbern.
Ein wenig gruseliger hätte es für mich gerne sein dürfen. Vor allem bei den Szenen im Zelt der Wahrsagerin und später beim Hexeritual.

Mit Matthias Felling, Katja Behnkem Klaus Brandhorst und Maria Tzankow sind die vier vertrauten Hauptsprecher natürlich wieder am Werke. Und sie klingen trotz der langen Pause genauso wie eh und je. Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt in der Serie. Jaqueline Siebert übertreibt es bei ihrem Panikanruf in meinen Ohren etwas. Man versteht sie ja vor lauter Hysterie kaum noch. Dafür kann Dagmar Bittner als Madame Medusa punkten.

Auch was die Musik anbetrifft reiht sich die Folge nahtlos in die Serie ein. Es sind vertraute Stücke und Klänge zu hören, die die Serie für mich auszeichnen. In Sachen Geräusche habe ich die Folge als sehr mager bestückt empfunden. Da hätten mehr Kirmesklänge hingehört, eindeutig. Und die Geräusche bei besagter Autobahnszene passen erstens nicht immer zu dem, was die Dialoge beschreiben, und zweitens wiederholen sie sich unüberhörbar. Außerdem würde mich mal sehr interessieren, wieso nach dem Handygespräch von Schwester Hilde das Geräusch zu hören ist, als würde ein Hörer in einer Telefonzelle eingehängt?

Das Cover wirkt schön düster und geheimnisvoll. Was die Augenlichter aus dem Titel damit zu tun haben, erkennt man nicht auf Anhieb. So macht das Motiv neugierig.

Fazit:  Eine schöne und spannende Folge, die vor allem mit einer innovativen (in meinen Ohren) Idee punkten kann. Ich freue mich schon auf die nächste Episode.

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