02 – Kreuzfahrt der blutigen Skelette – Alien-Terror vor Cuxhaven

Titel: 02 – Kreuzfahrt der blutigen Skelette – Alien-Terror vor Cuxhaven / Verlag: Trashothek / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Sascha Menge, Ernst Meincke, Katja Eggers ua

trashothek02Inhalt: Thorsten & Sascha, die beiden unerschrockenen Trashreporter, sind als Filmteam auf einer Science-Fiction Convention an Bord des Kreuzfahrtschiffes Santa Maria IV engagiert! Doch Thorsten hat mal wieder verschlafen, obwohl er doch an seiner eigenen Superwecker-App arbeitet, die angeblich Tote wieder aufwecken kann. Wie schafft es ein halbseidener Veranstalter, eine eingeschworene Fangemeinde mit gut gefüllten Geldbörsen auf einen herunter gekommenen Luxusdampfer fernab der Schleswig-Holsteinischen Küste zu locken? Welche dunklen Mächte ziehen ihre grausamen Strippen, während die Möwen ihre Kreise immer enger um das Schiff ziehen? Woher kommen die blutigen Skelette, die auf geheimnisvolle Weise immer wieder verschwinden?


Blieben die Trashreporter in der ersten Folge noch in recht heimischen Gefilden, geht es nun mit einem abgehalfterten Kreuzfahrtschiff auf Reisen. Doch auch auf Hoher See wartet so manche Gefahr…
Ich muss sagen, dass mir diese zweite Folge eine ganze Spur besser gefallen hat als die erste. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Thorsten, Sascha, Katja und ihre Eigenarten und ihren Humor nun schon kannte und darauf eingestellt war. Ich bin bei ihren oft platten Gags und überzogenen Diskussionen nicht mehr kalt aufgelaufen. Und das ist gut so! Inzwischen kann ich sogar mal häufiger über sie lachen.
Zweitens kam mir die Handlung geradliniger vor. So ein Schiff ist halt ein begrenzter Raum, damit ist meist eine überschaubare Personenzahl gegeben. Auf solch ein Setting kann ich mich einfach leichter konzentrieren. Das kam mir hier also sehr entgegen.
Somit passten die Rahmenbedingungen schon mal prima. Ansonsten erwartet einen hier eine Geschichte, die ihrem Vorgänger in Sachen Trash und schräger Ideen in nichts nachsteht. An Ideenmangel leiden die Autoren definitiv nicht. Man könnte sich höchstens Gedanken darüber machen, wie man auf solch abgefahrenen Quatsch kommen kann. Aber, nein, das lasse ich besser sein. Lieber genieße ich den Blödsinn. Inzwischen habe ich richtig Spass daran.

Wenn man die umfangreise Sprecherliste genau studiert, dann fällt einem auf, dass dieses Mal ein bisschen Hörspielprominenz mitmischt. So ist Ernst Meincke als Kapitän dabei und lässt ihn wie einen waschechten Seebären klingen. Und Charles Rettinghaus ist ebenfalls mit von der Partie. Die übrigen Sprecher toben mit unüberhörbarem Spass durch die Geschichte. Wenn man das anerkennen und den einen oder anderen Ausrutscher auch mal großzügig überhören kann, dann steht dem Hörvergnügen nichts im Wege.

Der Soundtrack geht ebenfalls gewagte und bunt gemischte Wege. So steht er der Geschichte allerdings richtig gut. Beides ergänzt sich. Die Musik gibt der Handlung gewissermaßen noch zusätzlichen Schliff. Und so sollte das auch sein. Gleiches gilt für die Geräuschkulisse. Auch dort magelt es an nichts.

Auf das Schiff auf dem Cover bekämen mich ja keine zehn Pferde. Welch ein rostiger Kahn! So bekommt man gleich einen ersten Eindruck von der Santa Maria. Besonders gefallen mir ja die Möwen mit dem Geschoss auf dem Rücken. Und natürlich das Skelett. Beides sieht witzig aus.

Fazit:  Auf mich wirkte die Geschichte griffiger und geradliniger als der Vorgänger, daher hat sie mir eine ganze Spur besser gefallen. In Sachen Ideenreichtum nehmen sich die beiden Folgen nichts. Auch Folge 2 strotzt wieder vor schrägen Einfällen und kaputten Dialogen. Wer sich darauf einlassen kann, der wird daran Spass haben. Mir gefällt es mittlerweile richtig gut.

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