TKKG (192) – Feuer auf Gut Ribbeck

Titel: TKKG (192) – Feuer auf Gut Ribbeck / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher:  Rhea Harder, Rüdiger Hellmann, Elga Schütz ua

tkkg192Inhalt: Eigentlich wollten TKKG nur ein paar ruhige Sommertage bei Gabys Brieffreundin Sabine in einem SOS-Kinderdorf verbringen. Als Tim, Karl, Gaby, Klößchen und Sabine – teils hoch zu Ross, teils auf dem Drahtesel – von einem kleinen Ausritt zum nahen Reitstall zurückkehren, eröffnet sich ihnen ein schreckliches Bild: Gut Ribbeck brennt lichterloh! Ein Unfall oder vielleicht dochBrandstiftung? Wer hätte ein Motiv, die Stallungen auf Gut Ribbeck anzuzünden? TKKG machen sich an die Arbeit, sammeln Indizien und fügen scharfsinnig die einzelnen Puzzleteile zusammen. Sie sind dem möglichen Täter auf der Spur – glauben sie zumindest.


Diese Folge spielt hauptsächlich auf dem Gut aus dem Titel. TKKG und eine Reiterhofgeschichte, ich hatte da so meine Zweifel. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Geschichte in dieser Hinsicht überrascht hat. Natürlich spielen Pferde mit und es geht auch um die Ställe. Vor allem aber, weil die eines Tages abbrennen. Rosarotes Ponyhofflair sucht man hier also zum Glück vergebens. Stattdessen bekommt man einen ganz ordentlichen Fall geboten, der bei mir vor allem durch die Auflösung punkten konnte. Ich hatte zwar irgendwann eine Ahnung in die Richtung, aber es kam mir dann doch zu abwegig vor. Von daher hat mich das Ende überrascht, und das mag ich. Ein paar Irrungen und Wirrungen zuvor sorgen für Spannung. Auch das hat mir gefallen.
Und ganz nebenbei: toll, dass die Polizei die Freunde nicht bei den Ermittlungen in der Brandruine dabei sein lassen. Und ebenso toll, dass jemand Tim mal laut und deutlich als „Klugscheißer“ bezeichnet.
Die Folge spielt aber auch in einem SOS-Kinderdorf. Ich mag es immer, wenn in Hörspielen auch ernste Themen auf den Tisch kommen. Es gibt halt Dinge, dafür sollte man schon Kinder sensibilisieren. Aber bitte doch nicht so plump wie hier! Da habe ich einige Male nur den Kopf schütteln können. Das wirkt wie mühsam reingestopft um der Story etwas Wichtiges, Ernstes zu geben, statt harmonisch eingefügt. Man kann solche Botschaften auch dezenter verpacken und dennoch sind sie nicht weniger einprägsam.

Merete Brettschneider ist als Gabys Freundin Sabine zu hören und ich musste schon genau hinhören um in ihr das Ausrufezeichen zu erkennen. Sie hat eine wandlungsfähige Stimme. Elga Schütz höre ich immer gerne. Ich mag Sprecherinnen mit markanten Stimmen wirklich gerne. Oliver Böttcher übernimmt den Part von Philipp Ribbeck. Philipp ist nicht gerade ein Sympathieträger, aber irgendwie mochte ich ihn trotzdem. So richtig unsympathisch war er mir nie, und das ist Oliver Böttcher zu verdanken.

Viel Musik bekommt man hier nicht zu hören. Jedenfalls habe ich das so emfpunden. Stattdessen setzt man auf Geräusche um Szenen zu trennen oder das Geschehen zu untermalen. Das war mal etwas anderes und dürfte es meinetwegen öfter geben. Da gibt es sicher mehr Auswahl, statt immer Stücke, die man schon mal wo gehört hat.

Nicht, dass mir Willi mit dem Pony nicht gefallen würde, aber dahinter brennt ein Gebäude! Und das Pony lächelt? Jedenfalls sieht das für mich so aus. Und Klößchen mit einem Pferd, das ist auch irgendwie unangemessen witzig vor diesem Hintegrund.

Fazit:  Ein spannender Fall mit einer überraschenden Auflösung. Dafür wird die Botschaft dieser Story mit der Brechstange vermittelt, was ich einfach daneben fand. Das wäre auch subtiler gegangen und trotzdem bei den Hörern angekommen. Ganz sicher.

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