Mord in Serie (18) – Krypta

Titel: Mord in Serie (18) – Krypta / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Arianne Borbach, Mark Bremer, Eckart Dux, Till Hagen ua

mis18Inhalt: Bei Restaurationsarbeiten in einem Kloster kommt es zu einer Gasexplosion. Die Kunst- und Kirchenexpertin Charlotte Jansen und der Handwerker Martin Weiland werden verschüttet und suchen verzweifelt nach einem Ausgang. Dabei stoßen sie auf unterirdische Gänge und Symbole des legendären Templerordens. Als versteckte Fallen zuschnappen, beginnt tief unter dem Kloster der Kampf ums Überleben.


Diese Folge war auf Anhieb eine, der ich skeptisch gegenüberstand. Ich bin historisch kaum interessiert, mit Kunst und Kirche habe ich wenig bis nichts am Hut und die Templer sind mir wirklich herzlich egal. Das ist Vergangenheit, da lebe ich nun mal nicht.
Trotzdem hat mich das Hörspiel beeindruckt, zumal es über die meiste Spielzeit hinweg mit nur zwei Figuren auskommt und dennoch für Spannung, Dramatik und ein gewisses Schaudern sorgt. Die Vorstellung, irgendwo unter der Erde verschüttet zu sein, keinen Kontakt zur Außenwelt zu haben, dafür umso mehr Kontakt mit uralten Leichen, von denen eine unsichtbare Gefahr ausgeht, das hat schon einen gewissen Gruselfaktor.
Dieser unerwarteten Dreh, dieses „der und der kann niemals der Böse sein, ist es am Ende dann aber doch“, erwartet einen hier schon auf etwa der Hälfte der Story. Das bietet mal etwas Abwechslung in der Reihe. Eine der beiden Figuren hat kurz danach ganz schön an Achtung bei mir verloren. Ich hätte da definitiv anders reagiert. Aber dann wäre das Hörspiel nur halb so lang gewesen. Ich sehe schon ein, dass das nicht ging. Trotzdem.
So sind die beiden also gewzungen, die Sache gemeinsam durchzustehen. Und während man noch denkt, es geht in erster Linie darum, aus dem verschütteten Raum herauszukommen, zeigt sich eine noch viel bedrohlichere Gefahr. Mir hat der konsequente Umgang damit gefallen. Kein großes Rumgejammer, sondern Taten, bis zum bitteren Ende. Ich habe was gegen Heulerei 😉
Das Ende war dagegen weniger mein Fall. Ich habe es nicht mit Kindern im Vordergrund einer Handlung, wenn es kein Kinderhörspiel ist. Aber wenn man den Gedanken, der hier auf den Tisch kommt, mal im Geiste weiterverfolgt, dann ist das Ende inhaltlich doch ganz schön böse. Das hat dann wieder Boden bei mir gutgemacht.

Arianne Borbach hat mir als Charlotte Jansen sehr gut gefallen. Sie lässt die Kirchenexpertin energisch, selbstbewusst und entschieden klingen. Mark Bremer macht als Martin Weiland einen ebenso guten Job. Er und Arianne Borbach ergänzen sich gut und ergeben ein Duo, dem ich gerne gelauscht habe.

Musikalisch und in Sachen Geräusche lässt sich Contendo Media einmal mehr nicht lumpen. Es sind eindrucksvolle Stücke zu hören, die die Atmosphäre unterstreichen. Und die Geräusche sind durchweg vom Feinsten. Was will der Hörer mehr?

Das Cover zeigt einen Teil einer Templerrüstung, natürlich mit dem Tatzenkreuz (ach ja, ein paar mal weniger der Begriff „Tatzenkreuz“ wäre schön gewesen, das kam mir zu häufig vor). Das Motiv verrät genug über die Geschichte um neugierig zu machen, lässt aber noch unzählige Fragen offen. So soll es sein.

Fazit:  Auch wenn mich Kunst, Kirche, Geschichte etc kaum interessieren, hat mich „Krypta“ doch beeindrucken können. Eine spannende, dramatische, leicht schaurige Story mit nur zwei Figuren auf die Beine zu stellen, das ist schon eine Leistung. Und die ist hier durchweg gelungen.

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