Fünf Freunde (112) – …und der Delfin in der Felsenbucht

Titel: Fünf Freunde (112) – …und der Delfin in der Felsenbucht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher:  Ivo Möller, Achim Schülke, Ben Hecker, Wolfgang Berger ua

ff112Inhalt: Die Fünf Freunde entdecken in der Felsenbucht einen Delfin, dem es offenbar nicht gut geht. Hier kann nur Mr. Fisher helfen! Doch der ist spurlos verschwunden. Gemeinsam mit seinem Sohn Alf fahren sie aufs Meer, um ihn zu suchen. Dabei geraten sie mit ihrem Motorboot in ein riesiges Fischernetz, das scheinbar herrenlos durchs Wasser treibt. Und das ist erst der Anfang eines aufregenden Abenteuers, in dem die Fünf Freunde viel Mut beweisen müssen. Doch zum Glück können sie sich immer aufeinander verlassen.


„Ein Delfin braucht unsere Hilfe, im Meer treibt ein riesiges Fangnetz und Alfs Vater ist verschwunden. Wie sollen wir uns um so viele Dinge gleichzeitig kümmern?“ So lautet ein Stoßseufzer aus dieser Folge. Er bringt mein Problem mit der Geschichte gut auf den Punkt.
Ich hätte es besser gefunden, wenn die Story um den Delfin etwas einfacher gehalten gewesen wäre. Dadurch wäre auch das Tierschutzthema deutlicher in den Vordergrund gerückt. So aber haben die Freunde mit drei Problemen zu kämpfen und dabei geraten die jeweils anderen oft in den Hintergrund, wenn sie sich mit einem beschäftigen. Ausgerechnet beim Delfin ist mir das anfangs besonders deutlich vorgekommen. Da paddelt ein ein Delfin offensichtlich geschwächt in der Bucht und alle lassen ihn zurück. Zwar um Hilfe zu holen, doch dann stolpern sie über die anderen Rätsel und der Delfin spielt erstmal eine ganze Weile gar keine Rolle mehr.
Das hatte bei mir zur Folge, dass mir der rote Faden der Geschichte abhanden kam. Stattdessen hat sie einen recht verworrenen Eindruck bei mir hinterlassen. Am Ende läft zwar alles dann zusammen und ergibt auch ein schlüssiges Bild bzw Ende, aber bis dahin habe ich die Geschichte als ungewohnt chaotisch empfunden.
Und wie schon geschrieben, kam das Tierschutzthema bei mir nicht eindringlich genug an. Das sollte es aber, denn immerhin klebt auf der Folie ein Sticker mit einem expliziten Hinweis in diese Richtung.

An den Sprechern gibt es nichts auszusetzen. Die jugendlichen Hauptsprecher schlagen sich so gut wie eh und je. Außerdem gibt es ein Wiederhören mit Timo Sünnemann alias Alf. Ich höre ihn jedes Mal gerne, denn er hat eine recht markante Stimme, die man raushört. Achim Schülke wieß einmal mehr als Constable zu überzeugen. Und dieser positive Eindruck zieht sich durch die gesamte Sprecherliste.

Musik und Geräusche müssen sich ebenfalls nicht verstecken. Beide sorgen für die nötige Atmosphäre zur rechten Zeit. Dafür muss gerade in einer solchen Kinderreihe nicht ständig das Rad neu erfunden werden. Jedenfalls aus meiner Sicht. Die Folge klingt wie eine Folge „Fünf Freunde“, daher passt das so.

Der Delfin ist natürlich auf dem Cover zu sehen. Freundlich schaut er aus dem Wasser. Das sieht niedlich aus und wird keline Tierfreunde sicher anprechen. Sonst finde ich das Cover etwas überladen mit grellen Farben und vielen Strukturen.

Fazit:  Dadurch, dass die Freund es gleich mit quasi drei Rätseln zu tun bekommen, wirkte die Geschichte auf mich ziemlich chaotisch. Ich habe den roten Faden gleich mehrfach verloren. Das fand ich schade. Vor allem, weil deshalb uA auch das Tierschutzthema nicht immer präsent war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: