Gruselkabinett (101) – Verlorene Herzen

Titel: Gruselkabinett (101) – Verlorene Herzen / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 48 min / Sprecher: Alexander Mager, Uli Krohm, Dorothea Walder ua

gk101Inhalt: Aswarby Hall, 1811/12: Der Waisenjunge Stephen wird zu einem weit älteren, entfernten Verwandten auf ein Herrenhaus auf dem Land geschickt, um fortan dort zu leben. Es dauert nicht lange, da hat der Junge unheimliche Begegnungen in dem alten Haus, die ihm Rätsel aufgeben.


Weil ich mich mit der Jubiläumsfolge 100 ziemlich quäle, geht es mal wieder in der falschen Reihenfolge weiter. Dafür ist „Verlorene Herzen“ mal eine Folge, die mir wirklich sehr gut gefallen hat.
Die Story ist sicher etwas vorhersehbar und inhaltlich nicht der große Wurf. Trotzdem, der Schauplatz ist für einiges an Grusel gut, die unheimlichen Momente sind gut in Szene gesetzt, auch da kann man leicht mal schaudern und zuletzt hat mich auch die Ungewissheit bei der Stange gehalten, ob Mr. Abney nun wirklich ein wohlwollender Verwandter ist, oder ob er doch etwas Böses im Schilde führt.
Eine schöne geradlinige Folge ohne historischen Hintergrund, der nebenbei noch aufgearbeitet werden müsste, ohne übermäßig umständliche, altmodische Ausdrucksweise und ohne dieses Dröge, was vielen Folgen für mich anhängt. Ich bin mir sicher, es bräuchte nur wenig an Modernisierung und schon würde diese Geschichte auch im Heute noch gut funktionieren.
Dass ein Kind die Hauptrolle spielt hat mich zunächst zweifeln lassen. Ich bin davon allgemein kein Fan. Aber immerhin ist Stephen bereits elf Jahre alt, da ist das Nervpotenzial gering. Ich würde sogar sagen, dass es ein weiterer Punkt ist, durch den mir diese Folge so sympathisch ist. Es bringt einfach frischen Wind in die Reihe und lässt aufhorchen neben den ganzen erwachsenen Figuren, von denen man sonst hört.

Als Stephen ist Alex Mager zu hören. Anfangs hörte er sich für mich noch recht angestrengt an, doch das besserte sich im Verlauf der Geschichte zusehends. Zweifellos steht da ein neues junges Talent in den Startlöchern. Uli Krohm übernimmt den Part des Mr. Abney und lässt ihn freundlich und recht harmlos klingen. Das hat mich ziemlich verwirrt und ich war gespannt, ob er wirklich so hamrlos ist. Mein Favorit dieser Folge war Dorothea Walder alias Haushälterin Mrs. Bunch. Sie hat einfach eine ganz tolle markante Stimme und einen so warmherzigen Ton dazu, dass man sie mögen muss.

In Sachen Musik weiß diese Folge ebenfalls zu gefallen. Es sind schöne und stimmungsvolle Stücke zu hören, die teilweise -speziell beim Finale- tatsächlich nach Gruselfilm klingen.

Das Mädchen auf dem Cover sieht mir einen Zacken zu alt aus im Vergleich zu dem Mädchen in der Geschichte, das sie darstellen soll. Das ist aber auch das einzige, was ich am Covermotiv zu bemängeln habe. Das heruntergekommene Badezimmer und die Krallenfinger gefallen mir dagegen gut und tragen dem Gruselfaktor Rechnung.

Fazit:  Mir hat „Verlorene Herzen“ sehr gut gefallen. Gerade weil sie recht einfach gestrickt ist. Weil man sie hören und sofort verstehen und durchblicken kann. Auch wenn man mal kurz abgelenkt ist. Außerdem bringt die junge Hauptperson Pfiff hinein. Und einige schaurige Momente gibt es ebenfalls.

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