Monday Club (01) – Das erste Opfer (Krystyna Kuhn / Marie Bierstedt)

Titel: Monday Club (01) – Das erste Opfer / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 557 min, 2 mp3-CDs / Buch: Krystyna Kuhn / gelesen von: Marie Bierstedt

mondayclubInhalt: Inmitten der idyllischen Kleinstadt Newhaven geschieht ein tödlicher Unfall. Am nächsten Tag begegnet die 16-jährige Faye ihrer totgeglaubten Freundin am Strand wieder. Sie lebt. Halluziniert Faye etwa? Ist sie endgültig verrückt geworden? Oder ist Amy wirklich noch am Leben? Und welche Rolle spielt der Monday Club? In ihrer Verzweifl ung vertraut sich Faye dem undurchschaubaren, aber faszinierendem Luke an, und bricht mit ihm gemeinsam ins Health Center ein.


Ich kann ganz schön hartnäckig sein, wenn ich möchte. Deshalb habe ich „Monday Club – Das erste Opfer“ nicht nur kürzlich erst gelesen, sondern hinterher auch gleich noch gehört. Da mir das Buch nicht gefallen hatte, dachte ich, dass es mit dem Hörbuch vielleicht besser läuft. Wenn eben eine andere Stimme liest als die, die man beim Selberlesen im Kopf hat. Dazu später mehr.
Eines hat nämlich auch Marie Bierstedt nicht geschafft: die Story für mich interessant, spannend und sogar ein Stück weit gruselig wirken zu lassen. Auch beim Hörbuch haben mich die zahlreichen Längen in der Geschichte gestört. Auf so viele Details wird ausgiebig eingegangen, nur solch wesentliche Dinge wie das Zusammentreffen zwischen Faye und der toten Amy werden quasi heruntergehaspelt und wie nebenbei behandelt. Dabei steckt darin so viel Potenzial für Grusel und Spannung.
Und auch beim Hörbuch hatte ich nie den Eindruck, dass Faye durch ihre Erkrankung Probleme damit hat, Realität und Visionen zu unterscheiden. Dabei hätte doch auch diese Krankheit so viele Möglichkeiten geboten um die Geschichte mysteriös wirken zu lassen. Hier sind einfach so viele gute Gelegenheiten bzw Ideen ungenutzt geblieben, dass es schlichtweg traurig ist.
Die zahlreichen Figuren stellten für mich auch beim Hörbuch eine ziemliche Herausforderung dar. Ich kriege sie auch jetzt nach dem Hören noch nicht alle auf die Reihe. Und beim Hörbuch kann man nun mal nicht so einfach zurückblättern. Die Geschichte wird wohl recht komplex werden, da bin ich sicher. Und ebenso sicher bin ich, dass ich sehr bald alleine bei dem Charkateren verloren sein werde.
Gegen Ende wird die Geschichte eine Spur interessanter, denn dann unternimmt Faye tatsächlich endlich mal etwas um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, doch das ist viel zu spät. Plötzlich erschien mir die stundenlange Handlung zuvor wie ein einziger Prolog mit einem Mini-Stückchen Story hintendran.

Marie Bierstedt passt als Sprecherin gut zum „Monday Club“. Mit ihrer jungen Stimme passt sie prima zu Faye und schafft es, einem schnell ein Bild des Mädchens zu vermitteln. Doch wie so häufig bei Marie Bierstedt, hat mich ihr leidender Ton flugs gestört. Ja, Faye ist nicht gerade glücklich, aber es ist einfach anstrengend anzuhören. Und außerdem nicht unbedingt motivierend, die geschlagenen 552 Minuten dranzubleiben. Das Hörbuch ist ungekürzt und somit schon ein echter Brocken.

Die beiden mp3-CDs ziehen in einem schicken Digipack ins Regal ein. Doch so schön ich die Farben auch finde, es bleibt dabei, dass ein Mädchengesicht nun wirklich nichts Neues als Motiv ist. Und einen Bezug zur Geschichte kann ich nirgends entdecken. Natürlich sollte ein Covermotiv nicht gleich die halbe Story verraten, aber irgendeine Kleinigkeit sollte -für mich- schon vorhanden sein, die etwas mit der Handlung zu tun hat.

Fazit:  Leider hat mich „Monday Club – Das erste Opfer“ auch als Hörbuch nicht von sich überzeugen können. Die Story verliert sich in Nebensächlichkeiten und verliert die wichtigen Elemente dabei alle naselang aus den Augen. So kommen weder Spannung, noch Grusel auf. Das ist einfach nur schade. Marie Bierstedt durchgehend trauriger Ton trägt nicht gerade zur Motivation bei, die neun Stunden und etwas durchzuhalten. Ich denke daher, ich werde die Reihe aufgeben.

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