Kati & Azuro (10) – Der Fall ‚Georgie‘

Titel: Kati & Azuro (10) – Der Fall ‚Georgie’/ Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Florentine Draeger, Katharina von Keller, Tammo Kaulbarsch, Achim Schülke ua

azuro10Inhalt: Die „Nacht der Pferde“, ein Gala-Abend auf dem Gestüt Lohof, gilt als die Auftaktveranstaltung der Turniersaison in der Umgebung des Fasanenhofs. Kati und ihre Cousine Cleo fiebern mit dem jungen Dressurreiter Julian mit, der als erfolgreichster Reiter in der Kategorie „Reiter mit Handicap“ seine neue Dressur-Kür auf der Gala vorstellt. Für Julian und seine Fuchsstute Georgie verläuft der Abend sehr erfolgreich. Sein Sponsor, ein bekannter Unternehmer, ist mehr als zufrieden. Er bekommt einen Ehrenpreis für seine Stiftung und ordentlich Werbung für seine Molkerei. Doch dann geschieht das Unfassbare: Am Morgen nach der Gala ist Georgie verschwunden! Und ein anonymer Anrufer fordert Lösegeld.


Nunmehr ist die Serie zweistellig in der Folgenzahl und wie es aussieht, bleibt sie der Schiene treu, Jugendkrimis mit Pferdebegleitung zu bieten. Wie ich finde, eine gute Wahl. Noch mehr ausschließlich rosarote, verkitschte Ponyhofgeschichten braucht kein Mensch mehr. Davon gibt es bereits mehr als genug.
Dieser Fall hier braucht seine Zeit, ehe er in die Gänge kommt, doch dann legt er ein ordentliches Tempo vor. Jede junge Hörerin, die selber ein Pferd besitzt oder betreut, wird Julians Verzweiflung nachvollziehen können und mitfiebern, wie die Sache ausgeht.
Ich fand das jetzt nicht ganz so spannend, wie es hätte sein dürfen. Das kann aber daran liegen, dass ich aus dem Alter der Hörerschaft schon ein paar Jährchen heraus bin. Daher gehe ich mal davon aus, dass die Kids länger gebannt verfolgen werden, wer hinter der ganzen Sache steckt. Und das ist letztlich das, was zählt.
Azuro stand für mich hier mal mehr im Hintergrund. Das ist nicht schlimm, schließlich dreht sich die Story in erster Linie um Georgie, aber es fällt eben auf.

Florentine Draeger und Katharina von Keller sind für mich in kürzester Zeit zu einem idealen Gespann geworden. Ihre Stimmen passen gut zusammen, unterscheiden sich aber erfreulicherweise doch deutlich. Gut, mit Nina Mölleken klangen Kati und Cleo weniger reiterhofmäßig süß, aber sei’s drum. Nun ist es eben so und die Geschichten bügeln das bislang ja gut aus.
Tammo Kaulbarsch ist als Julian zu hören und lässt ihn nett und sympathisch wirken. Ich würde mir wünschen, ihm mal wieder in der Reihe zu begegnen.

Musikalisch ist alles eim Alten, und das weiß zu gefallen. Mir jedenfalls. Die eingesetzten Stücke sind ein wenig rockig angehaucht, was die Reihe auch noch mal von Genrekollegen abhebt. Für mich ist das der Klang von „Kati & Azuro“, den ich überall heraushören würde.

Das Covermotiv wirkt der Story entsprechend angemessen düster. Die Pferde sind ebenfalls zu sehen. Es ist also alles da, was einen Pferde-Krimi für Kinder / Jugendliche mitbringen sollte. Rundherum veräuft ein Rahmen, der noch einmal gewisse Elemente aus der Geschichte zeigt.

Fazit:  Es gefällt mir, dass die Serie sich zu einer Kinder- bzw Jugendkrimi-Reihe entwickelt, ohne dass dabei die Themen ‚Pferde‘ und ‚Reiterhof‘ zu kurz kommen. Dieser Fall ist nicht ganzso spannend, wie er hätte sein können, aber immer noch sehr ordentlich.

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