Wildhexe (04) – Blutsschwester (Lene Kaaberbøl / Ulrike Tscharre)

Titel: Wildhexe (04) – Blutsschwester / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 226 min, 3 CDs / Buch: Lene Kaaberbøl / gelesen von: Ulrike Tscharre

wildhexe04Inhalt: Claras 13. Geburtstag steht bevor – ein wichtiges Datum im Leben einer Wildhexe. Sie muss eine Aufgabe bewältigen, die die wilden Tiere ihr stellen. Als dann auch noch Claras Vater verletzt wird und ihre Freundin Kahla sich feindselig benimmt, wird klar: Hier ist eine dunkle Macht am Werk, eine Macht, die stärker und böser ist als alles, was Clara bisher kennt.


Nachdem der vorige Teil in Sachen Grusel ordentlich vorgelegt hatte, war ich auf diese Fortsetzung sehr gespannt. Würde es so weitergehen? Immerhin habe ich so manche Rezension zum Vorgänger gelesen, in der sich Eltern derbe aufgeregt hatten.
Zunächst mal sah es nicht so aus. Das wichtige Thema ist hier erstmal Claras bevorstehender 13. Geburtstag, der natürlich eine aufregende Sache ist, denn zu diesem Anlass muss sie eine Aufgabe bewältigen, die ihr von den wilden Tiere gestellt wird. Das alleine ist schon aufregend und sorgt für Spannung. Hinzu kommt noch, dass Claras Eltern an diesem Datum bei Clara sein werden. Eigentlich leben sie getrennt und so herrscht eine recht angespannte Atmosphäre, die letztlich in einem bösen Unfall gipfelt.
Überrascht hat es mich, dass Clara mit der Situation recht souverän umgeht. Man spürt, dass sie -seit sie eine Wildhexe ist- erwachsener geworden ist. Das steht ihr gut und es hilft ihr, in dieser neuen Situation zurechtzukommen. So ganz schlau wird sie aus der ihr gestellten Aufgabe nicht. So kann man gut mit Clara mitknobeln, welche Herausforderung die Wilde Welt dieses Mal an die junge Wildhexe stellt. Dabei geht es auch dieses Mal ziemlich düster und und unheimlich zu, jedoch nicht in dem Maße wie im vorigen Band. Mir tut das ja etwas leid, muss ich gestehen. In jedem Falle finde ich es aber völlig in Ordnung, dass mehr und mehr deutlich wird, dass die Wilde Welt eben kein Kindergarten ist. Außerdem zieht die Story aus diesen unheimlichen Momenten auch ordentliche Spannung. Und das zumindest wird wohl jede Geschichte sein dürfen: spannend.

Einmal mehr wird die Geschichte von Ulrike Tscharre gelesen. Ihre Stimmvielfalt beeindruckt mich stets aufs Neue. Genau das braucht diese Reihe mit ihren vielen menschlichen und tierischen Figuren. Dann und wann peppt ein Effekt ihre Stimme noch auf.

Und auch ein wenig Musik wird wieder geboten. Ich finde, sie klingt wild und urwüchsig, was den Geschichten sehr gut steht. Drei CDs sind schon eine Hausnummer, da kann etwas musikalische Auflockerung nicht schaden. Immerhin ist es ein Hörbuch für Kinder / Jugendliche ab 10 Jahren. Denen wird das lange Zuhören so sicher etwas erleichtert.

Das Cover gefällt mir dieses Mal besonders gut. Ich mag diese vielen intensiven Grüntöne sehr gerne. Claras Gegenüber ist nun eine Eule, die sie ruhig und weise anschaut. Ein rundum schönes, passiges Motiv.

Fazit:  Es bleibt spannend, was die Wilde Welt noch für die junge Wildhexe in petto hat. Clara wirkt hier eine Spur erwachsener, was mich gefreut hat. Und daher finde ich es völlig in Ordnung, dass es auch recht düster und unheimlich zugeht. Hier kann man vom Anfang bis zum Ende mitknobeln und mitfiebern.

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