Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (20) – Spur ins Nichts

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (20) – Spur ins Nichts / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Peter Groeger, Luise Lunow, Thomas Petruo ua

newholmes20Inhalt: Die blinde Julie bittet Sherlock Holmes, den Mord an ihrem Großvater Geoffrey Walton aufzuklären. Doch was zunächst nach einer einfachen Aufgabe aussieht, entpuppt sich als verzwicktes Rätsel: offensichtlich kann niemand das Verbrechen begangen haben, denn die einzige Fußsüur, die durch den Schnee zum Fundort der Leiche führt, ist die des Toten selbst. Zudem ist weit und breit kein Grund erkennbar, warum der Mann sterben musste. Sherlock Holmes rollt den Fall neu auf und stößt dabei auf eine schreckliche Erkenntnis: Die Gefahr, die im kleinen Ort Tonbridge umgeht, ist längst nicht gebannt.


Wieder einmal hat die Reihe eine runde Folgennummer erreicht. Präsentiert wird zu diesem Anlass eine Geschichte mit einem verheißungsvollen Titel, der mir allerdings seltsam vertraut in den Ohren klang. Ich musste auch gar nicht lange suchen, dann hatte ich es: werft mal einen Blick zu den drei Satzzeichen aus Rocky Beach und ihrer Folge Nr. 121. Sicher, mit der Qualität einer Story hat das weiter nichts zu tun, aber so ein „1:1 – Titel sagt mir nicht so zu. a frage ich mich spontan, wie es um die Kreativität des Teams und den neuen Holmes steht…
Kommen wir nun aber zur Geschichte an sich. die konnte mich dieses Mal leider nicht so recht von sich überzeugen. Dabei klingt es zunächst ganz vielversprechend mit einem Toten, der weder durch Selbstmord, noch durch einen Mord umgekommen sein kann, und absolut keinem einzigen Verdächtigen.
Was mir die Sache verdorben hat, sind vor allem zwei Punkte: erstens kam mir der Tathergang seltsam bekannt vor. Ganz ähnlich wie die Titel. Allerdings habe ich bisher nicht herausgefunden, woher ich diese „Methode“ kenne. Aber ich kenne sie, denn an sich bin ich bei Verdächtigungen in dieser Richtung wenig einfallsreich, doch hier hatte ich fast auf Anhieb so eine Ahnung, die später eintraf. Das kenne ich von Holmes anders. Meist überrascht er mich mit seinen Auflösungen auf ganzer Linie. Und natürlich ist mit solcher Gewissheit ein Gutteil der Spannung flöten.
Zweitens gibt es einige arg unlogische Szenen. Beispielsweise rekosntruieren Holmes und Watson einen möglich Verlauf der Tat. Holmes dirigiert und Watson spielt im zufolge nach. Dabei liegt Watson plötzlich im Schnee, obwohl davon vorher nie die Rede war und es auch gar keine Veranlassung dazu gegeben hätte. Denn was Holmes zuvor diktiert, das führt Watson eindeutig im Stehen aus.
Ein weiteres Bespiel ist der Schrei des Getöteten, den die blinde Julie über die Kirchorgel hinweg hört. Bei allem Glauben an das super gute Gehör blinder Menschen, aber über eine dröhnende Orgel hinweg? Wohl kaum! Und so ganz nebenbei hätte ich als Hörer diesen Schrei schon ganz gerne gehört, denn als Hörer befindet man sich außerhalb der Kirche. Da hätte der Schrei hingehört.

Christian Rode und Peter Groeger kann man einmal mehr nichts vorwerfen. Sie sind ein unschlagbares Sprecher-Duo, da gibt es nichts. Dagegen ging mir Sandra Steinbachs eintöniger, fast gelangweilter Ton für die blinde Julie bald auf die Nerven. Julie ist blind, da kann sie doch trotzdem lebendig sprechen! Luise Lunow in der Rolle der miesepetrigen Griselda Peterson widerum hat mir sehr gut gefallen. Ich mag ihre markante Stimme einfach sehr gerne.

Hinsichtlich Musik hält auch diese Folge sich eher bedeckt. Ich persönlich habe dabei nichts vermisst, da mir Musik in einem Hörspiel nur selten wirklich mal auffällt. Gelegentlich sind ein paar Klänge zu hören, die für eine gewisse Athmosphäre sorgen, aber die Hauptaufmerksamkeit soll der Handlung gelten. Das ist für mich bei dieser Reihe schon ganz deutlich zu spüren.

Dem Covermotiv kann man sofort entnehmen, um was es in der Folge geht. Es macht dementsprechend neugierig. Und die winterliche Szenerie bildet einen harschen Kontrast zu dem blutigen Geschehen.

Fazit:  Diese Folge konnte mich leider nicht überzeugen. Dafür kam mir Vieles seltsam bekannt vor und einige Punkte kann man nur als unlogisch bezeichnen. Das ist nicht der Holmes, den ich aus der Reihe kenne.

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