Mord in Serie (19) – Countdown – Gegen die Zeit

Titel: Mord in Serie (19) – Countdown – Gegen die Zeit / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca 60 min  / Sprecher:Mathis Landwehr, Marion von Stengel, Christian Stark, Martin May ua

mis19Inhalt: Ein Rendezvous am Kölner Hauptbahnhof wird für Jan Simon zum reinsten Albtraum. Plötzlich klingelt sein Handy. Die Stimme am anderen Ende ist aber nicht die seiner Chatbekanntschaft Linda, sondern die eines geheimnisvollen Erpressers, der Jan ein mörderisches Ultimatum stellt. Entweder er macht, was von ihm verlangt wird, oder Linda wird sterben. Ihm bleiben 45 Minuten Zeit, um seine Freundin zu retten. Und um eine Katastrophe schrecklichen Ausmaßes zu verhindern. Der Countdown läuft.


Bei dem Titel dieser Folge habe ich sofort gestutzt, weil er mir doppelt gemoppelt vorkam. Ein Countdown läuft doch immer gegen die Zeit, oder nicht? Allerdings dachte ich, dass mich die Geschichte vielleicht eines Besseren belehren würde und so wanderte die CD in den Player.
„Sie haben 45 Minuten Zeit!“ sagt der Erpresser und am liebsten hätte ich mitgezählt, ob das auch tatsächlich stimmt. Das habe ich dann aber doch gelassen, denn dafür kam die Geschichte entschieden zu schnell zur Sache.
Dieses Tempo hält sie dann auch über die gesamte Spielzeit an bei. Langeweile hat hier keine Chance und genau wie Jan Simon kommt man kaum zum Durchatmen. Durch den „Vorspann“ hat man zwar eine gewisse Ahnung, womit die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof zu tun haben (sonst bräuchte es einen solchen Vorspann ja nicht), aber über die genauen Zusammnhänge kann man nur spekulieren, was der Geschichte ordentlich Spannung verleiht. Als sich allmählich herauskristallisiert, was geschehen wird, kommt noch ein guter Schuss Dramatik dazu. Und so kam es, dass ich die Folge zweimal in einem Rutsch durchgehört habe. Das ist eher selten bei mir. Ich höre zwar fast alle Hörspiele / Hörbücher mindestens zweimal, lege dazwischen aber meist eine -wenigstens kleine- Pause ein. Hier nicht.
Einen persönlichen Pluspunkt hat „Countdown gegen die Zeit“ bei mir damit gewonnen, dass die Anzahl der Hauptfiguren vergleichsweise klein ist. So laufe ich nicht Gefahr, mich aus der Richtung zu verfransen. Die Gefahr besteht bei mir leider manchmal.

Als Jan Simon ist Mathis Landwehr zu hören, der mir hier zum ersten Mal zu Ohren gekommen ist. Soweit ich mich erinnern kann jedenfalls. Seine angenehme Stimme hat mir gefallen und er bringt die verschiedenen Gefühlslagen, die Jan durchläuft, gut an den Hörer. Marion von Stengel ist als (medizinisch äußerst fachkundige 😉 ) Polizistin Corinna Koch mit von der Partie und hat genau den passenden, selbstbewussten und energischen Ton dafür parat.
Ich bin unsicher, ob es in diesen Teil der Besprechung gehört, da es aber eher mit einem Sprecher als mit einem Geräusch zusammenhängt, kommt das Kompliment nun hier: toll, wie die Telefonate in Szene gesetzt wurden! Ich habe es leider schon öfter erlebt, dass man zu solchen Gelegenheiten die Lautstärke aufdrehen musste um alles zu verstehen. Hier ist das nicht der Fall! Vom Feinsten gemacht!

Eigentlich könnte ich diesen Absatz einfach von den anderen „MiS“-Besprechungen rüberkopieren, denn egal was aus dem Hause Contendo Media kommt, ist in Sachen Musik und Geräusche schlichtweg vom Feinsten. Die Untermalung fällt auch hier wieder sehr stimmig aus, kommt meist eher leise und eindringlich aus dem Hintergrund und zeigt sich nur zu gewissen Szenen mal lauter. Das hilft der Spannung kräftig auf die Sprünge. Geräuschmäßig hat es mir besonders gefallen, wie der trubelige Bahnhof rübergebracht wird. Es klingt tatsächlich so als stände man selbst in der Menge.

Das Covermotiv passt gut zur Geschichte und vermittelt einem direkt einen Eindruck davon, was einen auf der CD erwartet. Eine temporeiche Geschichte, bei der man die Uhr quasi ticken hört.

Fazit:  Eine sehr spannende und atemlose Folge der Reihe, bei der ich nicht eine Sekunde lang auf die Idee gekommen bin, eine Hörpause einzulegen. Genau deshalb für mich eine der besten MiS-Folgen. Den Titel empfinde ich allerdings immer noch als doppelt gemoppelt 😉

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