Kati & Azuro (11) – Gefangen im Schnee

Titel: Kati & Azuro (11) – Gefangen im Schnee/ Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Katharina von Keller, Florentine Draeger, Merete Bretschneider ua

azuro11Titel: Kati und Cleo fahren mit ihren Vätern und den Pferden Azuro und Dave in eine einsam gelegene Blockhütte im Wald. Ein Väter-Töchter-Urlaub über die Weihnachtsfeiertage, für den sich Cleos Vater Heinrich wie für eine Nordpol-Expedition ausgerüstet hat. Dabei wollen die anderen es eher ruhig angehen lassen. Ausritte im Schnee, Bratäpfel und gemütliche Stunden vor dem Kaminfeuer stehen auf dem Plan.
Doch stattdessen werden die Mädchen bei einem Ritt von herabrutschenden Schneemassen erwischt und aus den Sätteln geworfen. Cleos Schimmel Dave stürzt im tiefen Schnee und braucht dringend Hilfe. Wo ist Azuro?


Der Winter ist da, auch bei Kati, Cleo und Azuro. Anfangs zog sich die Geschichte für mich etwas. Diesen Vorlauf beim Campingeinkauf hätte man ruhig kürzer fassen können. Somit fiel der erste Eindruck nicht allzu positiv aus.
Doch das weitere Geschehen machte das allemale wett. Denn kaum sind die Cousinen mit ihren Vätern und den Pferden unterwegs, erleben sie ein Abenteuer nach dem anderen. Die verschneite Berglandschaft birgt manche Gefahr und ehe man es sich versieht, steckt der nächste von ihnen in Schwierigkeiten. Dabei wird glücklichereise nicht übrtrieben. Die Zwischenfälle können sich in solcher Gegend leicht ereignen. Somit bleibt es glaubhaft.
Letztlich erwischt es dann auch Azuro und Cleos Pferd Dave. Besonders Dave. Ging es bis dahin eher nebensächlich um die Tiere, stehen sie etwa in der zweiten Hälfte im Mittelpunkt. Das Drama um Dave ist schlimm und ich konnte Cleos Ausraster nur zu gut nachvollziehen.
Einen Krimi bekommt man in dieser Folge also nicht geboten. Trotzdem ist die Handlung nach dem etwas zähen Auftakt spannend und langweilig wird es nie. Ich muss sagen, dass mir die Reihe in diesem Stil immer besser gefällt. Kein Ponyhofkitsch, sondern aufregende und abwechslungsreiche Geschichten, in denen eben auch Pferde eine Rolle spielen.

Florentine Draeger und Katharina von Keller sind inzwischen ein tolles Gespann, an das ich mich schnell gewöhnt habe. Jürgen Holdorf ist in der Rolle von Cleos Vater zu hören. Er lässt ihn zwar einen Hauch arrogant klingen, aber niemals so sehr, dass einem die Figur wirklich unsympathisch wird. Ich würde Cleos Vater gerne häufiger in der Serie begegnen.

Musikalisch bewegt man sich auf vertrauten Wegen, die man aus der Reihe kennt. Dazwischen klingen aber auch mal neue Klänge durch, die vor allem den spannenden und dramatischen Momenten gut stehen. Die Geräuschkulisse kann sich ebenfalls hören lassen, da fehlt es an nichts.

Das Covermotiv ist passig winterlich und mit der Deko sogar ein bisschen weihnachtlich. So würde die CD sich bei jungen Pferdefreunden bestimmt gut unter dem Weihnachtsbaum machen. Natürlich sind die Pferde, Cleo und Kati ebenfalls zu sehen. Und ihren Blicken kann man entnehmen, dass irgendetwas nicht stimmt. Das macht neugierig.

Fazit:  Nach einem etwas zähen Anfang eine zunehmend spannende Folge, die ich sicher nochmal wieder hören werde. Die Reihe beweist immer mehr, dass Geschichten, in denen Pferde eine Rolle spielen, nicht zwangsläufig im Kitsch enden müssen.

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