TKKG (194) – Der Friedhof der Namenlosen

Titel: TKKG (194) – Der Friedhof der Namenlosen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Sascha Draeger, Antje Otterson, Bernd Stephan, Heidi Bernd ua

tkkg194Inhalt: TKKG verbringen die Herbstferien auf einer Nordseeinsel und helfen dort bei der Restaurierung uralter Seefahrer-Grabsteine. Die Steine erzählen die Geschichten der alten Seefahrer und Inselbewohner, und die vier geraten unverhofft an ein rätselhaftes Dokument, das ihnen keine Ruhe lässt. Ist es vielleicht eine Schatzkarte? Das wüssten auch einige andere Leute auf der Insel nur zu gern.


Bei dem Titel dieser Folge habe ich mich zunächst gefreut. Mich faszinieren diese Art Friedhöfe und ich würde gerne mal einen besuchen. Sicher haben sie ihr ganz eigenes Flair. Darauf hatte ich auch für diese Folge gehofft.
Sie lässt sich auch ganz in Ordnung an. Man muss halt damit leben, dass sich TKKG auf eine Schatzsuche begeben, wie es sonst eigentlich eher die deutlich jüngeren „Fünf Freunde“ tun.  Aber wieso eigentlich nicht? Schatzfieber kann sicher jeder bekommen. Ich fand es nur schade, dass hinter dieser Suche und ihren Folgen das Thema um den Friedhof in den Hintergrund rückt. Da die Suche aber zunächst noch ganz interessant und spannend verlief, habe ich darüber relativ gut hinwegsehen können.
Doch leider hielt dieser anfangs ganz gute Eindruck nicht allzu lange vor. Ich muss sagen, dass ich die Handlung ab einem bestimmten Punkt einfach nur chaotisch und wirr fand. Mir waren das zu viele Figuren und zu viele Drehs und Wendungen. Da verliere ich schnell den Überblick und schon sind jegliche Spannung und jegliches Interesse flitzen. Genau da trat hier dann auch ein.
Der Auflösung halte ich immerhin noch zugute, dass ich sie so nicht gleich von Anfang an hatte kommen sehen. Das ist in der Reihe sonst ja ganz gerne mal der Fall. Trotzdem, das Chaos zuvor konnte sie dadurch auch nicht auffangen.

Sprechermäßig fällt die Folge eher durchwachsen aus. Heidi Bernd und Christine Wilhelmi haben mir sehr gut gefallen. Sie machen einem die Figuren der Ingrid Harms und Herta Höges im Nu sympathisch. Hans-Joachim Dethlof übertreibt es dagegen in meinen Ohren mächtig in Sachen Kauzigkeit seiner Figur. Und Rhea Harder alia Gaby hat mich hier erstmalig rundum enttäuscht und oft genervt. So klang Gaby nie, so grell und aufgesetzt.

Musikalisch ist soweit alles in trockenen Tüchern. Die eingesetzten Stücke passen zu ihren Szenen. Und die Geräusche von Meer und Möwen veranschaulichen den Handlungsort gekonnt. Da gibt es nichts weiter auszusetzen.

Das Covermotiv zeigt die Freunde dort, wo ihr Abenteuer beginnt. Auf dem Friedhof der Namenlosen. Das macht neugierig und lässt auf eine interessante Geschichte hoffen, bei der man eventuell sogar noch etwas lernen kann. Und im gewissen Rahmen stimmt das soweit ja auch.

Fazit:  Die Geschichte ließ sich ganz interessant und spannend an, doch dann kippte sie für mich ins totale Chaos. Irgendwann habe ich einfach nicht mehr durchgeblickt und damit waren Spannung und Interesse leider völlig dahin.

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