Die Blutschule (Max Rhode / David Nathan)

Titel: Die Blutschule / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 266 min / Buch: Max Rhode / gelesen von: David Nathan

blutschuleInhalt: Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird.


An mir ist es erstmal lange Zeit vorbeigegangen, dass sich hinter Max Rhode Sebastian Fitzek verbirgt. Als ich es dann endlich erfuhr, gab es natürlich kein Halten mehr. Das Hörbuch musste her, ebenso das Buch. Für das Hörbuch wurde die Geschichte gekürzt. Ich habe das Buch vor dem Hörbuch gelesen und kann daher sagen, dass mir beim Hörbuch nichts an Informationen oder Szenen gefehlt hat. Es ist trotz Kürzungen alles da, was man braucht um die Handlung zu verstehen. Und auch alles um sich in die Lage der Hauptfiguren hineinzuversetzen.
Allerdings ist auch so sparsam gekürzt worden, dass mir der Auftakt auch beim Hörbuch zu lange gedauert hat. Natürlich lebt der spätere Schrecken der Geschichte zum Gutteil davon, dass man zunächst eine ganz normale und recht harmonische Familie antrifft, in der später das Grauen Einzug hält. Aber für mich hätte man diesen „Einführung“ ein ganzes Ende kürzer halten dürfen. Ich hätte mir trotzdem ein Bild von der Familie machen und mich später gruseln können.
Die Wandlung in der Familie ist Folge eines Ereignisses, dass einen übersinnlichen Einschlag hat. Die Idee ist nicht so neu, aber anschaulich genug beschrieben, dass man schaudern kann.
Das Geschehen anschließend zieht seinen Schrecken in erster Linie aus der Herzlosigkeit des Vaters und der Brutalität seiner „Lehrmethoden“. Damit muss man klarkommen um „Die Blutschule“ mögen zu können. Für mich ist es wie jedes Buch einfach eine Geschichte, daher komme ich damit gut zurecht. Ich mag sowas sogar ganz gerne.

David Nathan ist einmal mehr eine erstklassige Wahl als Erzähler einer Geschichte von Sebastian Fitzek bzw Max Rhode. Mit seiner markanten Stimme zieht er einen sofort in den Bann der Story. Und er versteht es hervorragend, die jeweiligen Stimmungen während des Geschehens an den Hörer zu bringen. So klingt er oft unheilvoll und düster, was der Geschichte sehr gut steht.

Wie bei Lübbe so oft stecken die 4 CDs in einem Digipack. Ich bin da immer noch kein Fan von. Wenn ich die CDs über die Pappe in die Tasche schiebe, sträubt sich mir alles. Das Covermotiv passt gut zur Geschichte. Ein Schultisch, ein alter Stuhl, so könnte es in dem Klassenzimmer von Simon und Mark tatsächlich aussehen.

Fazit:  Sebastian Fitzek versteht sich unverkennbar auch auf Geschichten mit leicht übersinnlichem Einschlag. Ab der Hälfte ist „Die Blutschule“ wirklich schaurig und sehr spannend. Der Vorlauf davor ist mir zu lang ausgefallen. Uninteressant ist es zwar nicht, aber kürzer hätte es gern sein dürfen.

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