Gespenster Krimi (05) – Das lebende Gemälde

Titel: Gespenster Krimi (05) – Das lebende Gemälde / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Rainer Fritzsche, Jürgen Thormann, Till Hagen, Michael Pan ua

gespkrimi05Inhalt: Kann ein Gemälde töten? Mark Saxon und seine Freundin Paola ahnen nicht, dass sie mit dem Bild das Grauen in den Palazzo der De Simones bringen. Eine Aura des Bösen umgibt das Gemälde. Schreckliche Dinge ereignen sich auf dem Anwesen. Ein Familienmitglied nach dem anderen stirbt auf makabere Weise und niemand scheint den blutigen Spuk aufhalten zu können. Mark begreift, dass ein Fluch auf dem Kunstwerk liegt, dem sich niemand entziehen kann.


Oh, mit der Reihe scheint es mir zu gehen wie mit den Gruselkabinetten: ich schreibe in falscher Reihenfolge darüber 😉 Aber die Besprechung zu Folge 4 kommt sehr bald! Während Folge 4 unverkennbar im Heute spielt, wirkt die Geschichte um das lebende Gemälde wie aus früherer Zeit.
Das sorgt auch dafür, dass die Story wie eine klassische Gruselstory wirkt. Das ist also schon einmal auf ganzer Linie geglückt.
Dass von einem Gemälde Böses ausgeht, ist nun nicht die neueste Idee. Irgendwie liegt mir etwas davon an, dass es das hier und da schon mal in Gruselgeschichte gab. Der „Vorspann“ gewährt schon mal einen guten Einblick. Man erfährt, woher das Gemälde kommt und dass ihm etwas Böses anhängt. Das lässt hoffen! Danach geht es zunächst eher ruhig zu. Das Grauen schleicht sich erst nach und nach in den Palazzo De Simone.
Mir hat es besonders gefallen, dass es zwischendurch immer wieder mehr ruhig zugeht, die Geschichte bei den einzelnen Vorfällen jedoch bei Schrecken, Blut und Qualen aus dem Vollen schöpft. Da darf man sich auch mal vor Ekel winden (ich sage nur: Käfer!).
Natürlich geht man den Vorfällen nach und auch wenn man es kaum glauben mag, irgendwann wird das Bild als Quelle allen Bösen ausgemacht. Da man das als Hörer allerdings bereits aus dem Prolog weiß, ist das nicht allzu spannend. Und so habe ich hauptsächlich von der Aussicht auf das nächste grausige Ereignis gezehrt. Und bin damit gut bedient worden.
Gegen Ende zog sich die Handlung für mich dann jedoch ziemlich. Speziell die Seance hätte man für mein Empfinden gern kürzer fassen dürfen. Irgendwie war für mich zu diesem Zeitpunkt schon gut die Luft raus.

Es gibt einen Erzähler in diesem Hörspiel, und ja, ich bleibe dabei: ich halte viel von einem Erzähler. Hier ist es Frank Felicetti der mit stets düsterem und unheilvollen Ton durch die Geschichte führt. Als Mark Saxon ist Rainer Fritzsche zu hören, der einem schnell ein klares Bild von dem jungen Journalisten vermittelt hat. Gelegentlich fielen mir gewisse Bemerkungen bei ihm jedoch etwas zu schnippisch und / oder hochmütig aus. Vor allem Paola gegenüber. Somit wollte er mir nicht so recht sympathisch werden.
Yvonne Greitzke leiht Paola ihre Stimme und lässt sich angemessen vornehm und dabei auf ganzer Linie sympathisch klingen. Mein persönlicher Favorit war allerdings Michael Pan. Seine Figur -Stefano Crampione- ist zwar ein absoluter Widerling, doch diesen Eindruck muss man stimmlich auch erstmal vermitteln. Und das macht Michael Pan ganz hervorragend.

Die Untermalung fällt hier meist ruhig und in leisen Tönen bedrohlich aus. Lediglich in den dramatischen Passagen geht es mal lauter zu. Für mich sorgen solche eher leisen Musiken und Klängen immer schneller und nachhaltiger für eine schaurige Atmosphäre. Somit war das hier ganz nach meinem Geschmack.

Ich muss gestehen, dass ich mir das Gemälde vor dem Hören so bzw zumindest ähnlich vorgestellt hatte, wie das Covermotiv. Das trifft jedoch gar nicht zu. Das Gemälde zeigt etwas ganz anderes. Trotzdem ist die skelettartige Fratze mit den leuchtenden Augenhöhlen ein schauriger Blickfang.

Fazit:  Für mich konnte diese Folge vor allem damit punkten, dass sie zwar immer wieder eher ruhig und wie eine klassische Gruselstory wirkt, bei den Vorfällen im Palazzo dann aber echten, blutigen und brutalen Horror auspackt. Dieser Gegensatz machte für mich den Reiz der Geschichte aus. Am Ende hätte man sich etwas kürzer fassen dürfen, davor wird es jedoch niemals langweilig.

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