Ostwind (02)

Titel: Ostwind (02) / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 102 min / Sprecher: Cornelia Dörr, Hanna Binke, Marvin Linke, Jürgen Vogel ua

ostwind2Inhalt: Mika hat Sommerferien und endlich wieder Zeit für Ostwind! Doch sie entdeckt Wunden an Ostwinds Bauch, für die niemand eine Erklärung hat. Noch dazu steht Gut Kaltenbach kurz vor der Pleite! Schweren Herzens entscheidet sich Mika, an einem Turnier teilzunehmen, bei dem ein hohes Preisgeld winkt. Aber Ostwind ist abgelenkt, er läuft immer wieder davon. Als Mika ihm bis tief in den Wald folgt, entdeckt sie eine Schimmelstute, und die beiden Pferde umtanzen sich liebevoll. Plötzlich taucht ein fremder Junge namens Milan auf, der behauptet, er könne Mika helfen, das Turnier zu gewinnen. Was hat es wirklich mit Milan auf sich? Kann Mika Kaltenbach retten?


Es dürfte niemanden verwundern, dass diese Serie fortgesetzt wird. Dafür hatte Teil 1 einen viel zu großen Erfolg. Obwohl Filmhörspiele nicht mein Fall sind, hatte mir dieser erste Teil inhaltlich ganz gut gefallen. Daher habe ich nun auch Teil 2 angehört. Inhaltlich habe ich auch ihm nichts vorzuwerfen.
Sicher erfindet die Story nicht gerade das Rad der Pferdegeschichten neu mit einem Hof kurz vor der Pleite und großen Bemühungen, dieses Übel noch abzuwenden, aber irgendwie ist es eben doch ein Thema, das immer ganz ordentlich funktioniert. Das ist hier ebenfalls der Fall. Die Geschichte ist ganz spannend und hat wie ihr Vorgänger ihre rührenden Momente, durch die man umso mehr mit Mika und ihren Freunden um den Hof bangt. Und natürlich um Ostwind, mit dem plötzlich etwas nicht zu stimmen scheint. Was ist nur los mit ihm? Gemeinsam mit Mika geht man dieser Frage auf den Grund. Der Anlass für Ostwinds Verhalten hat mir sehr gut gefallen. Manchmal mag ich so etwas ganz gerne.
Somit hat es mir auch gefallen, was Mika in dieser Geschichte erstmals passiert. Daraus kann man der Geschichte keinen Vorwurf machen. Es ist einfach ein Thema, das Mädchen im Alter von Mika bzw der Hörerschaft betrifft und viel beschäftigt. Daher geht das für mich absolut in Ordnung.
Mit über 100 Minuten Spielzeit ist dieser zweite Teil nicht gerade kurz. Und ja, hin und wieder zieht sich die Story schon ein wenig. Andererseits habe ich immer eine Menge gegen Kürzungen. Sei es bei Buchverfilmungen oder bei Filmhörspielen, ganz egal. Je näher man an der Vorlage bleibt, desto griffiger wirkt es für mich immer. Somit konnte ich über die paar Längen gut hinwegsehen.

Cornelia Dörr ist auch dieses Mal wieder als Erzählerin mit dabei und sie hat wieder eine ganze Menge zu tun. Das ist logisch, denn was man im Film sofort sieht, das muss man beim Hörspiel nun mal oft erst erklären bzw beschreiben. Dank ihrer angenehmen Stimme, die gut zu „Ostwind“ passt, fiel es mir leicht, Cornelia Dörr auch mal länger bzw häufiger zu hören. Dass sie allerdings manchmal in die gespielten Szenen hineinspricht, fand ich weniger gelungen. Das muss nun wirklich nicht sein. Ansonsten sind natürlich die Schauspieler aus dem Film zu hören. Da hat man nichts befürchten, denn die verstehen ihr Handwerk.

Die Musik erinnert stark an Teil 1. Genau kann ich mich daran zwar nicht mehr erinnern, aber sie kam mir dennoch sehr vertraut vor. Sie begleitet die Geschichte und sorgt an entscheidenden Stellen für die nötige Stimmung. Die Geräuschkulisse habe ich einmal mehr für dürftig empfunden. Da bin ich aus regulären Hörspielen Handfesteres gewöhnt als dieses vom Film übenommenen Geräusche.

Auf dem Cover ist Mika klar der Blickfang. Mit ihren wehenden Haaren sieht sie gleichermaßen wild, wie auch sensibel aus. Im Hintergrund sind Ostwind und ein weißes Pferd zu sehen. Das macht neugierig auf die Geschichte, denn woher kommt dieses andere Pferd? Um das zu erfahren, muss man das Hörspiel hören. Natürlich.

Fazit:  Zu viel Anteil an Erzähler, ein eher dürftiger Klang, „Ostwind 2“ hat alle Macken, die ich an Filmhörspielen nicht so mag. Dafür hat mir die Geschichte wieder einmal sehr gut gefallen. Eigentlich sogar noch einen Tacken besser als Teil 1. Ich bin eben auch ein Mädchen 😉

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