Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (23) – Die Prinzen im Tower

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (23) – Die Prinzen im Tower / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Christian Rode, Peter Weis, Uwe Jellinek ua

newholmes23Inhalt: Der angesehene Historiker Lester Davenport sucht Holmes auf, da sein Freund Archibald Caldwell vermisst wird. Bald schon muss Holmes feststellen, dass dieser ermordet wurde. Caldwell war nicht nur der Archivar des sagenumwobenen Londoner Towers, sondern auch im Besitz einzigartiger Informationen zu einem der dunkelsten Kapitel der englischen Geschichte – die Rosenkriege und das Verschwinden der Prinzenbrüder Eduard und Richard im Jahre 1483. War der verfemte König Richard III., entgegen der weit verbreiteten Meinung, doch nicht für den Tod der beiden verantwortlich? Wer könnte ein Interesse daran haben, für diese Wahrheit zu morden?


Die Geschichten um Holmes spielen ja ohnehin in längst vergangenen Zeiten. Das ist an sich gar nicht mein Fall. Dass ich diese Reihe trotzdem ganz gerne höre, liegt an dem umtriebigen Holmes, der viel und oft unterwegs ist. Ich erinnere mich an Reihen um ihn, da sah das ganz anders aus. Das fand ich schrecklich öde. Den Holmes hier schätze ich, weil er das genaue Gegenteil ist. Und das versöhnt mich mit der Zeit, in der die Geschichten spielen.
Aber damit muss es für mich mit Gechichtlichem auch gut sein. Und das ist in dieser Folge eben genau nicht der Fall. Er lässt sich sehr ordentlich an, mit einem rätselhaften Mord, mit ersten Ermittlungen und interessanten Dialogen, doch es dauert nicht lange, ehe es richtig Historisch wird. Die Rosenkriege, die beiden Prinzen und ihre Geschichte, Zwistigkeiten und und und. Und nein, da ist es bei mir vorbei. Ich habe das Hörspiel häufiger als üblich gehört, aber sobald es damit losging, driftete ich ab. Um diese Story genießen zu können, muss man Interesse für all das mitbringen. Und mein Interesse daran liegt irgendwo bei unter Null. Ich habe für Geschichte vor 1980 schlicht nichts übrig.
Holmes behält natürlich auch dabei immer den Überblick, das lässt sich nicht bestreiten. Und Watson und er gehen dem Fall auf die gewohnte Art auf den Grund. Es gibt auch spannende und dramtaische Szenen. Ohne den ganzen historischen Krams hätte mir das wie üblich gefallen, aber das konnte es für mich dann doch nicht rausreißen.
Abgesehen davon hat mir der abrupte Anfang nicht gefallen. Ich mag Watsons Einleitungen. Ich mag es nicht, wenn man in den ersten Sekunden des ersten Tracks meint, man sei irgendwo in der Mitte des Hörspiels gelandet.

An den Sprechern gibt es wie gewohnt nichts zu bemängeln. Peter Groeger und Christian Rode sind das vertraut eingespielte Doppel, dem man mit jeder Folge aufs Neue gern zuhört. Uwe Jellinek und Lothar Blumhagen verstehen es ebenfalls in ihren Rollen zu überzeugen und dem Hörer ein gutes Bild ihrer Figuren zu vermitteln. Da fehtl es an nichts.

Musikalisch geht es zurückhaltend und altmodisch anmutend zu wie üblich. Das steht den Geschichten der Reihe sehr gut und sorgt im Nu für Krimistimmung und leicht historisches Flair. Die Geräuschkulisse ist einmal mehr vom Feinsten. Zwar auch eher dezent, aber es ist alles da, um sich das Geschehen vorstellen zu können.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde, im Vergleich zu anderen Motiven in dieser Serie ist es absolut eindeutig, alles ist genau zu erkennen. Und mit den Rauchschwaden, die aus dem Turmfenster dringen, macht das Motiv schnell neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Für geschichtlich interessierte Hörer ist diese Episode sicher mindestens ebenso gut wie viele andere. Ich allerdings bin geschichtlich überhaupt nicht interessiert. Daher wurde die Handlung für mich schnell langweilig.

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