TKKG (195) – Dem Sonnenkönig auf der Spur

Titel: TKKG (195) – Dem Sonnenkönig auf der Spur / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Niki Nowotny, Nicolas König, Wolfgang Draeger ua

tkkg195Inhalt: Während viele Einwohner der Millionenstadt Erholung im wohlverdienten Osterurlaub suchen, bessert Tim sein Taschengeld mit Rasenmähen auf. Frau Helmholtz hatte ihm ihren weitläufigen Garten anvertraut und war zum Skifahren in die Schweiz gefahren. In der darauffolgenden Nacht wird ausgerecht in der Helmholtz-Villa eingebrochen. Aber auf den Videos der Überwachungskameras ist niemand zu sehen. Gibt es unsichtbare Einbrecher im Villenviertel? Tim, Karl, Gaby und Klößchen gehen der Sache auf den Grund und kommen dem Sonnenkönig auf die Spur.


Für dieses ganze ägyptisch-mythologische Gedöns habe ich ja wenig bis gar nichts übrig. So habe ich mich vom Titel der Folge zunächst ins Bockshorn jagen lassen. Zum Glück (für mich jedenfalls) hat dieser Sonnenkönig hier damit gar nichts zu tun.
Was halte ich nun von der Folge? Einerseits hat sie mir gefallen. Im Sinne von es gibt einen ordentlichen Fall, die Freunde ermitteln konsequent, es gibt keine Ablenkungen vom Fall, die Zusammenarbeit mit der Polizei fällt recht glaubwürdig aus und mit dem Wechsel zwischen der Perspektive von TKKG und den Gangstern geht es abwechslungsreich und gleich aus zwei Richtungen spannend zu. Soweit ist für mich also alles im berühmten grünen Bereich.
Was mir dagegen ein gequältes Seufzen entlockt hat, ist der Aufhänger. Das Thema um Smart Home und das damit gesicherte Zuhause. Ja, es ist ein recht aktuelles Thema, das sich immer mehr ausweitet. Gar keine Frage. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich das in einem Hörspiel für Kinder / Jugendliche brauche. Mir kommt es immer so entsetzlich auf aktuell und modern gezwungen vor, wenn solche Themen zum Dreh- und Angelpunkt einer solchen Geschichte werden.
Und dann noch etwas, was die meisten sicher als Kleinigkeit abtun: ein Katastrophenfilm vom Roman Glemmerlich?!
Sorry, ich finde sowas affig und zum Fremdschämen peinlich. Da kann man sich doch wohl einen ganz neuen Namen ausdenken, statt irgendeinen prominenten Namen zu veralbern.

Die TKKG-sprecher kamen mir hier sehr gut in Form vor. Und wurden die Stimmen eventuell zusätzlich auf jung getrimmt? Wenn, dann ist das prima. Von mir aus gerne mal wieder. Stefan Weißenburger lässt Alfred Hecker zunächst recht farblos wirken, später dann haucht er ihm glaubhaft verzweifeltes Leben ein.
Gefallen haben mir auch Rosemarie Wohlbauers Auftritte. Ich mag solch resolute ältere Damen immer gerne und ihr habe ich das hier sofort abgenommen.

Musikalisch gibt es nichts in den höchsten Tönen zu loben, aber auch nichts zu verdammen, da passt alles. Die eingesetzten Stücke fügen sich gut ein und sorgen hier und da sogar für eine feine Atmosphäre. Die Geräusche können sich ebenso gut hören lassen.

Das Covermotiv macht mit den beiden finsteren Gestalten und Tim auf der Lauer direkt neugierig auf die Folge. Außerdem gbt es keinen Bezug zum Titel her, somit kann man auch in dieser Hinsicht gespannt sein.

Fazit:  Aus detektivischer Sicht eine rundum gelungene Folge. Es geht spannend zu und mit dem Wechsel zwischen TKKG und den Gangstern ist für Auflockerung und Abwechslung gesorgt. Nur das Grundthema wirkte mir zu sehr auf aktuell und modern gezwungen. Das widerum gefiel mir nicht.

 

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