Das kleine Gespenst – Tohuwabohu auf Burg Eulenstein

Titel: Das kleine Gespenst – Tohuwabohu auf Burg Eulenstein / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 47 min / Sprecher: Santiago Ziesmer, Anna Thalbach, Hans Jürgen Schatz ua

gespenstInhalt: Es geht turbulent zu, denn das kleine Gespenst wirbelt im Burgmuseum von Burg Eulenstein ordentlich Staub auf und richtet ein prächtiges Durcheinander an. Das bringt den Burgverwalter an seine Grenzen und er will das kleine Gespenst verhaften lassen. Doch die Beamten können weder einen Einbruch feststellen ,noch glauben sie an Gespenster. So legt sich der verzweifelte Burgverwalter Finsterwalder zur Geisterstunde selbst auf die Lauer und will das kleine Gespenst endlich dingfest machen. Ob ihm das gelingt? Immerhin: Der verschwundene goldene Taschenwecker von General Torsten Torstenson taucht wieder auf. Der Burgverwalter ist überzeugt, das kleine Gespenst für immer verjagt zu haben. Da hat er sich aber getäuscht, denn auch nicht das sicherste und größte Türschloss auf Burg Eulenstein wird fü rdas kleine Gespenst je ein Hindernis sein!


Nachdem mir „Der kleine Wassermann“ so gut gefallen hatte, hatte ich mich auf das kleine Gespenst wirklich gefreut.
Leider sind wir aber keine Freunde geworden. Das liegt gar nicht mal an der Geschichte an sich. Die ist für die abgepeilte sehr junge Hörerschaft sicher genau richtig. Zunächst lernt man die wichtigsten Figuren kennen und erst dann nimmt die eigentliche Story erst ihren Lauf. Gespenst hin oder her, gruselig wird es dabei nie. Dafür aber durchaus spannend, kindgerecht spannend eben, und turbulent. Und auch zum Lachen gibt es so manche Situation und so manchen pfiffigen Ausspruch. Bei Letzterem können sich sicher auch bereits ältere bzw erwachsene Hörer ein Schmunzeln nicht verkneifen. Jedenfalls ging es mir so.
Der Grund, weshalb ich mich trotzdem nicht mit dem Gepenst anfreunden konnte, ist einfach, dass mir das Hörspiel viel zu schrill und überdreht vorkam. Dieses ständige Gekreische und diese grelle Stimme vom Gespenst zerrte doch immens an meinen Nerven. Für Kinder mag das in Ordnung sein. Allerdings frage ich mich, ob das Hörspiel so dazu taugt, die Kids vor dem Einschlafen zur Ruhe zu bringen. Das kann ich mir nur schwerlich vorstellen.

Die Stimme des kleinen Gespenst stammt von Anna Thalbach, die hier einmal mehr beweist, welch eindruckvolle Stimmen sie auf Lager hat. Nichtsdestotrotz, wie oben schon erwähnt, mich hat gerade diese Stimme und die Tonlage schnell genervt. Dafür hat mir Santiago Ziesmer in der Rolle des Uhu Schuhu umso besser gefallen. Er führt auch als Erzähler durch die Geschichte. Und seine Stimme passt prima zu dem älteren, weisen Eulerich.

Musikalisch legt sich das Hörspiel so richtig ins Zeug. Jede Szene ist mit Musiken unterlegt, die für die nötige Stimmung sorgen. Und eine ganze Reihe wirklich toller Geräusche veranschaulichen das Geschehen. Das ist für ein Kinderhörspiel schon richtig großes Kino (für die Ohren). Ich persönlich allerdings kann auf Gesinge jeder Art gut verzichten. Aber ich passe ja eigentlich altersmäßig auch nichts ins Hörerkonzept.

Das Gespenst auf dem Cover ist sehr niedlich geraten und gar nicht gruselig. Die Burg ebenso wenig. Und da ich Nachtszenen ohnehin immer am liebsten mag, gefällt es mir so wirklich richtig gut.

Fazit: Für Kinder ein rundum gelungenes Hörspiel mit einer schönen, leicht spannenden Geschichte, liebenswerten Figuren, die ihre Stimmen von echten Könnern geliehen bekommen, und viel Musik und zahlreichen Geräuschen. Als erwachsener Hörer fand ich es nur mäßig, da es mir oft zu schrill und überdreht war.

 

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