Morgan & Bailey (02) – Süßer Tod

Titel: Morgan & Bailey (02) – Süßer Tod/ Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 54 min / Sprecher: Rita Engelmann, Joachim Tennstedt, Wolfgang Bahro, Till Hagen ua

m&b02Inhalt: Der Basar, den die christlichen Kirchengemeinden von Heaven´s Bridge veranstalten, wird von einem schrecklichen Todesfall überschattet: die alte Mrs. Cameron fällt einem vergifteten Lebkuchen zum Opfer. Als kurze Zeit später eine weitere Tat die Einwohner erschüttert, können es Pfarrer Morgan und seine Kollegin Bailey mal wieder nicht lassen und ermitteln auf eigene Faust. Doch so manches Geheimnis ist tödlich.


Wenn man solch eine Schnarchnase ist wie ich gerade, die zwar viel hört, sich aber nur selten zum Schreiben aufraffen kann, dann endet es auch mal damit, dass eine Rezension zu einem Hörspiel online geht, das in der Weihnachtszeit spielt. So wie heute.
Allzu weihnachtlich geht es allerdings nicht zu. Diese Jahreszeit stellt einfach einen Teil der Rahmenbedingungen zur Handlung. Dieses Mal bekommen Pfarrer Morgan und Pastorin Bailey es mit einem Giftmörder zu tun, der den Ort in Atem hält. An ihren Nachforschungen fällt dieses Mal besonders auf, wie gut sie auch einzeln ermitteln können um später dann gemeinsame Schlüsse zu ziehen. Für den Hörer sorgt das für Spannung, denn man hört ja von ihrer beider Erkenntnissen und kann versuchen, daraus auf die Auflösung zu schließen. Bei den Ermittlungen geht es angenehm abwechslungsreich zu, sodass es niemals langweilig wird.
Die Auflösung konnte mich überraschen und mit ihrer Rafinesse begeistern. Anfangs wirkte es auf mich zwar schon etwas weit hergeholt, dass in Heavens Bridge mit solch einem seltenen Gift gemordet wird. Aber als dann der Täter überführt wurde, erschien mir das gleich logischer. Jemand mit seinem Job versteht sich vermutlich auch mit solchen Substanzen.
Für ein Schmunzeln hier und da sorgen hier einmal mehr die Dialoge zwischen Morgan und Bailey, aber auch Rose Baileys abschließendes Telefonat mit ihrer hochbetagten Tante.

Rita Engelmann und Joachim Tennstedt in den beiden Hauptrollen ergänzen sich prima und geben so ein tolles Gespann ab, dem man seine Rollen sofort abnimmt. In weiteren Rollen trifft man uA auf Arianne Borbach, Jürgen Thormann, Luise Lunow und zahlreiche weitere prominente Sprecher. Der Gedanke, dass man in dieser Hinsicht etwas hat anbrennen lassen, erscheint da mit voller Berechtigung völlig abwegig. Besonders hat mir Till Hagen gefallen. Ich höre seine Stimme gerne jenseits von Kinderhörspielen, denn dort beweist sie, welche Tonlagen sie noch in petto hat.

Musikalisch geht es dezent weihnachtlich zu mit bekannten englischsprachigen Liedern, was gut zum Schauplatz passt. Allerdings drängt das Weihnachtliche sich abseits der Flohmarktszene nie in den Vordergrund, sondern vermischt sich gekonnt mich den detektivischen Maiss-Marple-Klängen und gibt so eine würdige Untermalung für ein Hörspiel wie dieses ab.

Das Cover ist ganz in einem kräftigen Grün gehalten, wodurch es sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der angebissene Lebkuchen gibt Rätsel auf. Und oben links finden sie die vertrauten beiden Symbole dieser Hörspielreihe.

Fazit: Eine weitere spannende und unterhaltsame Folge dieser Reihe. Anfangs erschien mir ein solch seltenes Gift etwas weit hergeholt für ein solch kleines Örtchen, aber bei der Auflösung ergab das dann plötzlich Sinn für mich. Überraschen konnte sie mich ebenfalls. Somit habe ich auch an dieser Episode nichts auszusetzen.

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