Morgan & Bailey (04) – Das letzte Abendmahl

Titel: Morgan & Bailey (04) – Das letzte Abendmahl / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Rita Engelmann, Christoph Piasecki, Wolfgang Bahro ua

m&b04Inhalt: Eine Geburtstagsfeier in Harry´s Pub wird nicht nur von einem unheimlichen Sturm erschüttert, sondern auch von einem mysteriösen Todesfall. Offenbar starb der alte Mr. Douglas durch das Gift eines seltenen Skorpions. Pfarrer Morgan und seiner Kollegin Bailey ist klar, dass nur einer der Anwesenden für die Tat infrage kommt. Zu dumm, dass Mr. Douglas nicht gerade beliebt war und mehr als einer ihm den Tod gewünscht hat.


Und weil es die letzten beiden Tage so schön war, bleiben wir dieser Reihe nochmal mit der aktuellsten Folge treu. In Harrys Pub kommt es zu einem mysteriösen Todesfall. Und dank eines Sturms schafft es weder die Polizei zeitnah in die Kneipe, noch jemand von dort weg.
Somit hat man schnell eine recht überschaubare Truppe an Figuren zusammen. An einem Ort, der sich bis zum Schluss nicht ändert. Das sind Voraussetzungen, die ganz nach meinem Geschmack sind. Ich habe kaum mal die Zeit und / oder Ruhe, mich nur für ein Hörspiel hinzusetzen. Ich höre meistens nebenbei und da mag ich es, wenn mich nicht zig Figuren und / oder Ortswechsel verwirren. Somit hatte diese Folge per se bereits den ersten dicken Pluspunkt bei mir eingefahren.
Dass solche überschaubaren Voraussetzungen nicht zu Lasten der Spannung und des Unterhaltungswertes gehen müssen, beweist „Das letzte Abendmahl“ von der ersten bis zur letzten Minute. Kaum ist klar, dass es Mord gewesen sein muss, beginnt man mit Morgan und Bailey zu ermitteln und zu knobeln. Das macht Spass und dank hier und da angesprochener möglicher Motive und verschiedener Theorien kann man immer wieder mal in neue Richtungen denken. Das hält bei Laune. Und speziell die erwähnten Theorien, die in einer Art „so könnte es gewesen sein“-Rückblenden erzählt werden, sind mitunter ganz schön witzig.
Die Auflösung konnte mich überraschen. In diese Richtung hatte ich die ganze Zeit nicht einmal gedacht. Und die Hintergründe der Tat waren krimimäßig perfide. Sehr schön!

Neben den beiden Hauptsprechern Joachim Tennstedt und Rita Engelmann, stachen für mich hier besonders zwei neue Sprecher hervor. Da ist zum einen Christoph Piasecki selbst in der Rolle von Rose Baileys Neffen, der plötzlich im Pub auftaucht und sich bei seiner Tante einnisten möchte. Sehr sympathisch hat er mir diese Person zunächst nicht gemacht und ich konnte nur zu gut nachvollziehen, dass niemand so wirklich etwas von ihm wissen will. Seine teilweise aufgedrehte Redeweise nervte mich tierisch. Ich kann mir aber widerum gut vorstellen, dass dieser schräge Vogel Heavans Bridge bzw seine Tante in weiteren Folgen ordentlich aufmischen könnte.
Zum anderen ist es die Journalistin Samantha Weeks, gesprochen von Tatjana Auster. Ich mag ihre klare und markante Stimme wirklich gerne, aber durch den arroganten und bissigen Ton ist Miss Weeks bei mir nicht zum Sympathieträger geworden. Ich schätze aber, das soll sie auch gar nicht sein. Vermutlich soll sie eine absolut unsympathische Version von Karla Kolumna sein 😉

In Sachen Geräusche und Musik hat man auch hier wieder alles richtig gemacht. Von dramatischen Klängen um das Gewitter und den Sturm in Szene zu setzen bis hin zu Stücken, die der Spannung den letzten Schliff verleihen, ist alles dabei. Das sorgt für Stimmung und Flair.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal besonders gut. Das Haus sieht so schön unheimlich aus und der Skorpion sorgt ebenfalls für eine Gänsehaut. Das macht auf Anhieb neugierig auf den neuen Fall.

Fazit: „Das letzte Abendmahl“ hat mir rundum sehr gut gefallen. Dank einer überschaubaren Anzahl Figuren und einem eingeschränkten Schauplatz bleibt es angenehm überschaubar und durchgängig spannend. Gleichzeitig ist es wohl die amüsanteste Folge bislang. Klasse!

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