Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (21) – Der ehrlose Löwe

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (21) – Der ehrlose Löwe / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Christian Rode, Michael Pink, Bern Vollbrecht ua

newholmes21Inhalt: Emily Napier weiß nicht mehr ein noch aus und sucht Hilfe in der Baker Street 221b. Diesmal jedoch gilt der Ruf nicht Sherlock Holmes, sondern dem überraschten Dr. Watson. Als er hört, dass das Leben von Miss Napiers schwer verletztem Bruder am seidenen Faden hängt, zögert er keine Sekunde. Doch wie kann das sein? Immerhin wird der Verunglückte vom Chefarzt des St. Thomas Hospital höchstpersönlich behandelt. Während Dr. Watson sein ganzes Können in die Waagschale werfen muss, erkennt Holmes, dass hinter der Sache weit mehr steckt als zuerst angenommen.


Heute wenden wir uns einer ebenfalls schwer vernachlässigten Reihe zu. Dabei mag ich diese Holmes-Reihe sogar gerne, was ich wirklich nicht von jedem Holmes sagen kann.
Überraschenderweise ist hier jedoch nicht Holmes derjenige, der gefragt ist, sondern Watson! Da er mir ohnehin meist zu kurz kommt, hat mir das schon mal sehr gut gefallen! Immerhin ist er mehr als Holmes‘ Chronist und derjenige im Team, dem der Meister ständig etwas erklären muss. Watson ist Arzt und auf diese Tatsache stützt sich dieser neue Fall. Nach Watsons Diagnose an Miss‘ Napiers Bruder ist man genau wie er entsetzt und empört. Und schon hat einen die Geschichte am Schlafittchen.
Dass es damit aber nicht getan ist, dürfte klar sein. Schon bald wittert Holmes, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Er und Watson nehmen die Fährte auf und geraten dabei in manch gefährliche Situation. Und die Erkenntnisse, die sie nach nach erlangen, deuten auf eine wirklich ganz große Schweinerei hin. Das erfordert dann auch mal Maßnahmen, die nicht mehr ganz so legal sind. Da kann man nun geteilter Meinung sein, ob einem Holmes so etwas steht, oder nicht. Ich fand es gut. Es bringt frischen Wind hinein und das kann einer Story um den Meisterdetektiv niemals schaden!

Bei den Sprechern ist mir besonders Michael Pink aufgefallen. Er lässt Inspektor Dash sehr sympathisch und umgänglich klingen und legt auch eine feine Spur Humor in seine Stimme. Lena Taege habe ich -soweit ich mich erinnere- hier zum ersten Mal gehört und auch sie hat mir gefallen. Die Verzweiflung der jungen Miss Napier bringt sie glaubhaft an den Hörer. Und Bernd Vollbrecht versteht es, den Arzt Valentine passend arrogant und aufbrausen rüberkommen zu lassen.

Die Musik hält sich in dieser Reihe ja meistens eher dezent im Hintergrund und fällt mir oft nur dadurch auf, dass sie den Szenen das nötige Flair verleiht. Und damit gelingt ihr auf zurückhaltende Art und Weise genau das, was ihr Sinn ist.

Aus dem Covermotiv werde ich nicht schlau, auch nicht beim x-ten Anschauen. Ein blutender Mann, okay. Aber wieso hängt der in der Luft? Und soll das Feuer sein am Rand? Wer mir das erklären kann, darf das gerne in den Kommentaren tun. Da hätte es klar eindeutigere Szenen in der Geschichte gegeben, die man als Motiv hätte nehmen können.

Fazit: Eine sehr spannende Geschichte, die mal auch Watson klar ins Zentrum rückt. Das hat mir ganz besonders gut gefallen. Das dürfte gerne häufiger vorkommen. Es rückt Holmes keineswegs in die zweite Reihe. Aber es zeigt, dass Watson deutlich mehr ist als des Meisters Freund und Chronist.

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