Fünf Freunde (116) – …und der chinesische Pflanzenzauber

Titel: Fünf Freunde (116) – …und der chinesische Pflanzenzauber / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Joachim Kretzer, Stephan Schad, Johannes Semm ua

ff116Inhalt: Eine seltsame Pflanzenkrankheit scheint im Garten des Felsenhauses ausgebrochen zu sein. Und das ausgerechnet jetzt, wo Anne den Preis für den schönsten Kürbis gewinnen will. Dank der guten Tipps vom neuen Nachbarn Mr. Wang erholen sich die Pflanzen schnell. Doch kurz darauf gerät Timmy in Lebensgefahr. Zum Glück kann Onkel Quentin in seinem Labor die Ursache herausfinden. Giftige Chemikalien! Wie sind die in den Garten gekommen? Beunruhigt nehmen die Fünf Freunde die Spurensuche auf, und schon bald ist höchste Eile geboten.


Schon viele Folge dieser Reihe drehten sich um Themen wie Umwelt bzw den Umweltschutz. Dem schließt sich diese Episode an, was erstmal nichts Schlechtes bedeuten muss. Es beginnt auch ganz interessant und unterhaltsam mit dem Gärtnereiwettbewerb und dem Pflanzenzauber vom chinesischen Nachbarn der Kirrins. On man nun an so etwas glaubt oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Jedenfalls ist es mal etwas anderes, was es bisher nicht gab. Soweit ich weiß.
Doch leider wendet sich die Handlung im Weiteren komplett davon ab. Alles dreht sich nur noch um vergiftete Erde, alte Rohrleitungssysteme, Chemikalien und die Frage, wie eben diese ins Grundwasser und so in die Erde gelangen. Zweifellos alles durchweg spannende Frage und die Nachforschungen der Freunde sind auch gut und eben typisch Fünf Freunde. Doch der chinesische Pflanzenzauber kommt erst so spät wieder zur Sprache, dass man  ihn dann beinahe schon vergessen hat. Da sich also der Großteil der Geschichte gar nicht darum dreht, kann ich die Wahl des Folgentitels nicht recht nachvollziehen.
Zudem büßt die Geschichte ab dem Punkt, an dem sie sich wieder dem Pflanzenauber zuwendet, immens an Spannung ein. Wurde man zu Beginn der Folge noch erfolgreich auf eine falsche Fährte gelockt, so ist zum erwähnten Zeitpunkt alles glasklar. Das werden selbst junge Hörer bereits leicht durchschauen.

Joachim Kretzter leiht Mr. Botterblom seine Stimme. Es gelingt ihm, dass man dieser Figur erstmal skeptisch gegenübersteht, später dann aber überzeugt er einen von der Ehrlichkeit dieser Person. Eine tolle Leistung. Stephan Schad hat man glücklicherweise als Mr. Wang keinen überzogenen chinesischen Akzent aufgezwungen. So kommt er glaubhaft rüber.

Im Großen und Ganzen klingt diese Folge musikalisch und von den Geräuschen her genau wie ihre Vorgänger. Diese Klänge haben sich bewährt, da kann ich es nachvollziehen, dass man sich daran hält. Nur gelegentlich sind chinesische Klänge eingestreut um dem Titel Rechnung zu tragen.

Dass es um Garten, Pflanzen, Erde geht, sieht man dem Covermotiv auf Anhieb an. Und auch, dass etwas dabei nicht zu stimmen scheint, wenn man zB Annes Tuch vor dem Mund anschaut. Chinesisches ist jedoch weit und breit nicht zu sehen.

Fazit: Leider eine weitere schwache Folge. Dabei ist der Beginn noch ganz vielversprechend. Doch dann geht es so lange nicht um den Pflanzenzauber, dass man es beinahe vergisst. Und als man dann dahin zurückkehrt, verpufft die bisherige Spannung komplett. Schade.

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