Gespensterkrimi (07) – Das Gruselkabinett

Titel: Gespensterkrimi (07) – Das Gruselkabinett / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Till Hagen, Uve Teschner, Arianne Borbach, Daniel Wandelt ua

gespk07Inhalt: Menschen verschwinden spurlos im Spiegelkabinett des Professor Mephisto. Paul Natier, besorgter Vater eines vermissten Mädchens, will hinter das Geheimnis des Magiers kommen. Doch Mephistos Augen sind überall. Paul ahnt nichts von den tödlichen Kreaturen, die der Professor bereits auf ihn angesetzt hat. Seine Suche führt ihn in eine Schreckenswelt, aus der es kein Entrinnen gibt.


Oha, eine Geschichte, die in Frankreich spielt. Und das mir, wo ich bis auf Disney Land absolut null Bezug zu diesem Land und seiner Sprache habe. Nun denn, ich habe mich nicht abschrecken lassen und hatte nach zweimaligem Hören endlich auch die Namen drauf, die ich mir beim ersten Hören absolut nicht merken und zuordnen konnte.
Die Geschichte nimmt ihren unheilvollen Anfang auf einem Rummerplatz, was widerum genau nach meinem Geschmack war. Denn ich mag es, wenn an so fröhlichen Orten das Grauen einzieht. 1977 sahen die Rummelplätze noch etwas anders aus als heute. Beispielsweise gab es wohl die sogenannten Freakshows, die auch hier erwähnt werden. Und die Attaktionen sahen auch noch etwas anders aus. So sorgt ein Spiegelkabinett für den ersten Schrecken, kaum dass das Hörspiel überhaupt so richtig gestartet ist. Und schon hat es einen Gruselfan geschickt an den Haken gelockt.
Mit dem Vater, der seine im Kabinett verschwundene Tochter sucht, kommt dann noch die Spannung dazu. Jede Spur führt zu Professor Mephisto, ab und zu lässt sich etwas erahnen, was er verbirgt, was sein Geheimnis ist, aber so richtig steigt man trotzdem nicht dahinter. Das hält das Interesse hoch und sorgt dennoch bereits für die eine oder andere Gänsehaut.
Am Ende geht es dann nochmal so richtig schön gruselig zu, was einen gelungenen Abschluss bildet. Und der „Epilog“…der war ja mal genau mein Fall.

Till Hagen gibt hier den undurchsichtigen und unheimlichen Professor Mephisto und man hört ihm beides zu jeder Zeit deutlich an. Wie schon mehrfach geschrieben, ich bin immer wieder beeindruckt, welche Stimmen und Tonlagen „Wärter Karl“ sonst noch auf Lager hat. Daniel Wandelt ist als Vater Paul Natier zu hören, dem man seine Verzweiflung bei der Suche nach seiner Tochter sofort abnimmt, der aber auch die Entschlossenheit dieser Figur durchklingen lässt.

So schaurig und düster wie die Story, zeigt sich auch der Soundtrack. Das verstäkt den Gruselfaktor nochmal zusätzlich. Die Geräuschkulisse ist -man erwartet es bei Contendos Produktionen eigentlich gar nicht anders- einmal mehr ausgefeilt und vom Feinsten. So bleibt das Geschehen vom Anfang bis zum Ende lebendig und anschaulich.

Der Spiegel mit dem Bild von einem der Katzenmonster passt gut zur Handlung. Es vereint zwei wichtige Elemente der Geschichte. Und die Krallenhände sehen ja nun wirklich zum Fürchten aus 😉

Fazit:  Die Geschichte ist von Beginn an bis zum Schluss wunderbar schaurig (im Oldschool-Style) und spannend. Und sie weiß durch die durchgängig düstere Stimmung zu überzeugen. Das Ende hat es dann nochmal richtig in sich und ließ mich mit einem boshaften, aber zufriedenen Grinsen zurück.

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