Gespensterkrimi (08) – Die Blutbestie

Titel: Gespensterkrimi (08) – Die Blutbestie / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Martin Sabel, Merete Bretschneider, Mark Bremer, Joachim Tennstedt ua

gespkr08Inhalt: Professor Flack hat es geschafft. Er kann Lebewesen unsichtbar machen! Sein Assistent Steve Dury stellt sich für den entscheidenden Versuch zur Verfügung, doch es geschieht ein schrecklicher Unfall im Labor. Das wahnsinnige, mordgierige Grauen entkommt den Flammen und fällt über die kleine Stadt Holsworthy her. Keiner ist vor der Blutbestie sicher. Profiler Dave Donovan nimmt den Kampf mit dem Unsichtbaren auf.


Dass bei diesem Experiment defintiv etwas schiefgehen wird, dürfte jedem direkt in den ersten Minuten des Hörspiels klar sein. Lange Vorreden gibt es hier nicht. Schon sehr bald nimmt das Unheil seinen Lauf.
Diese Folge setzt nicht gerade auf subtilen Horror. Hier geht es von Anfang an rund und blutig zu. Die Panik in dem kleinen Ort ist deutlich spürbar und wenn die Blutbestie zuschlägt, dann klingt es geradezu splattermäßig. Sowas muss man mögen. Und sowas muss man in einem Hörspiel auch erstmal hinbekommen, ohne dass es billig klingt. Das ist hier gut gelungen. Mir hat das ganz prima gefallen.
Die Frage, die hier den Großteil der Spannung ausmacht, ist natürlich die, wie man einen Unsichtbaren erwischen und erledigen kann. Oft steht jemand aus dem Dorf dem Ungeheuer quasi gegenüber, man denkt, jetzt müsste es klappen, aber natürlich ist das gar nicht so einfach. Das hält die Spannung kontinuierlich hoch. Genauso wie -zumindest bei mir- die Sorge um Alice Flack, die Verlobte des zur Blutbestie gewordenen Steve Dury. Ich habe sie sehr für ihren Mut und Durchhaltevermögen bewundert. eist dachte ich auch, die Bestie würde ihr nichts anhaben, aber sicher war ich mir nie.

Gesprochen wird Alice von Merete Brettschneider, die sowohl die Verzweiflung und Trauer, als auch den Mut dieser Figur glaubhaft rüberbringt. Als Blutbestie darf sich Martin Sabel durch die Geschichte grunzen und röcheln. Vorher aber gibt er einen sympathischen und selbstbewussten Steve Dury. Als Dave Donovan ist Mark Bremer zu hören, dem man den Ehrgeiz sofort abnimmt, die Bestie zu erwischen. Mit seiner rauhen Stimme und dem manchmal etwas groben Ton bildet er einen guten Kontrast zu Alice.

Musikalisch geht es dieses Mal auch etwas derber zu, ganz passig zur Geschichte. Speziell die actionreichen und blutigen Szenen werden von dramatischen, lauteren Klängen begleitet. Das sorgt für Schreckmomente und steht dem Geschehen sehr gut. Und auch der Geräuschkulisse kann man absolut nichts vorwerfen. Contendo versteht einfach sein Handwerk.

Das Cover punktet mit kräftigen Farben und eine fiesen Monsterfratze. Das ist ein Hingucker und verspricht bereits einiges über das Hörspiel auf der CD dahinter.

Fazit:  Ganz feiner Oldschool-Horror, bei dem es wunderbar blutig-gruselig und spannend zugeht.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: