TKKG (196) – Tatort Wagenburg

Titel: TKKG (196) – Tatort Wagenburg / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 64 min / Sprecher: Pia Werfel, Norma Draeger, Niki Nowotny, Till Huster ua

tkkg196Inhalt: Tim beobachtet einen Polizeieinsatz am ‚Bunten Hund‘ – einem Platz, auf dem ein Dutzend Menschen in ihren umgebauten Bauwagen leben. Unter dem alten Eisenbahnwaggon von Gottfried Lackner wird Diebesgut sichergestellt. Das Motiv des Täters liegt auf der Hand und die Beweislage scheint eindeutig. Aber dann stecken TKKG ihre Nasen in den Fall und finden zwei Personen, die gute Gründe hätten, Gottfried Lackner den Diebstahl anzuhängen. Wer ist also der wirkliche Übeltäter? Gibt es einen Auftraggeber? Und was hat der ominöse rothaarige Krauskopf mit den Ereignissen zu tun?


Es geht voran mit der Aufholjagd. Auch bei TKKG hatte ich quasi noch eine Folge „Rezi-Schulden“, diese hier nämlich. Der eine oder andere und vor allem auch die angepielte junge Hörerschaft wird sich beim Titel wohl fragen, was eigentlich eine Wagenburg ist. Somit kann man hier erstens etwas lernen und zweitens wird die Lebensweise in der Gruppe gut und schön anschaulich beschrieben. Nicht jeder lebt eben im Reihenhäuschen.
Davon abgesehen hat mich der Fall nicht gerade umgehauen. Anfangs ist die Frage ja noch ganz spannend, wer hinter dem Diebstahl steckt. Etwa doch Gottfried Lackner?
Doch lange wird diese Spannung nicht aufrechtgehalten. Die Nachforschungen der Freunde plätschern eher unaufgeregt vor sich hin, wenn es mal gar nicht voranzugehen droht, springt auch der liebe Zufall mal ein, und wenn man es ganz eng sieht, dann ist ein Fahrraddiebstahl (um den es geraume Zeit geht) jetzt nichts, was die Kids noch hinterm Ofen vorlocken wird. Somit zog sich die Geschichte für mich ziemlich in die Länge.
Zudem wird mir hier zu sehr auf Klößchens Schokoladenkonsum herumgeritten. Das ist einmal witzig, vielleicht auch noch ein zweites Mal, aber dann reicht es auch und nervt gewaltig. Schließlich ist das ja auch nichts Neues. So kennen wir Willi, das braucht man dann nicht hede Folge neu fingerdick aufs Brot geschmiert.

Die Sprecherliste strotzt jetzt nicht gerade vor bekannten Namen. Von den Hauptsprechern mal abgesehen. Am bekanntesten erschien mir noch Pia Werfel, die dem Hörer ein gutes Bild von ihrer Figur vermittelt. Auch Till Huster hat mir als Gottfried Lackner gut gefallen. Man weiß lange nicht, woran man bei ihm ist.  Beeindruckt hat mich Norma Draeger, denn ich habe es sonst nicht mit Kindersprechern. Aber sie macht das wirklich toll. Vermutlich kein Wunder bei dem Familiennamen 😉

Musik und Geräusche zeigen sich hier recht abwechslungsreich, was den Szenen die jeweils nötige Stimmung verleiht. Es sind auch mal lautere Klänge zu hören, was mir besonders aufgefallen ist. Das steht dem Hörspiel wirklich gut und bringt einen Funken Dramatik rein.

Das Cover gefällt mir mit meiner Vorliebe für nächtliche Szenen prima. Es macht schnell neugierig, alleine schon durch den Polizeiwagen.

Fazit:  Die Idee mit der Wagenburg fand ich prima! Das ist einfach mal ein anderer Schauplatz, abseits vom Üblichen. Dagegen habe ich den Fall als ziemlich langweilig und hingezogen empfunden. Die anfängliche Spannung verpuffte leider sehr fix.

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