Professor van Dusen (06) – …schlägt sich selbst

Titel: Professor van Dusen (06) – …schlägt sich selbst / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: 21

vandusen06Inhalt: Das Metropolitan Museum of Art ist das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten. Und ausgerechnet dort wird ein berühmtes Gemälde von Antoine Watteau gestohlen. Nach einer Zeugenaussage des Museumsdirektors gerät der Wachmann Henry James unter Verdacht und wird inhaftiert. Doch James ist unschuldig, wie Professor Augustus van Dusen zu berichten weiß. Denn der Meisterdenker kennt den Plan des Diebes in allen Einzelheiten – schließlich hat die „Denkmaschine“ ihn bei der Ausarbeitung tatkräftig unterstützt.


Nachdem mir Folge 5 ja nicht so gut gefallen hatte, hat diese Folge lange im Regal geschlummert. Ich habe mich nicht dran getraut. Dabei hat sie mir nun letztendlich wirklich richtig gut gefallen. Alleine die Idee, dass van Dusen einem Verbrecher bei seinem nächsten Coup hilft, fand ich erstens ziemlich interessant und auch gewisse Weise auch sehr amüsant. Warum sollte nicht mal van Dusen einem Bösewicht auf den Leim gehen? Vorübergehend wenigstens. Und es ist spannend, wie sich der Professor seine Federn zurückholt.
Außerdem mag ich das Thema „Hypnose“ immer gut. Dieser Vorgang hat für mich etwas Unheimliches und mich reizt der Gedanke, was man mit hypnotisierten Menschen womöglich tun könnte. Böses tun könnte bzw die Böses tun lassen könnte. Ja, das ist mein Ding. Und in dieser Richtung ist auch diese Folge unterwegs. Also gab das gleich den zweiten Pluspunkt.
Den dritten holt die Geschichte sich dadurch ab, dass Hatch hier gelegentlich wirklich richtig mit ermittelt. Und dabei in eine leicht prekäre Situation gerät. Überhaupt wird Humor hier recht groß geschrieben, und das mag ich einfach immer. Alleine besagte Szene mit Hatch, dann seine Dialoge mit Caruso und nicht zuletzt auch das Ende mit van Dusen und ihm. Ich habe wirklich lachen müssen.

Bern Vollbrecht und Nicolai Tegeler bilden auch hier in den Hauptrollen wieder ein großartiges Duo. van Duses Widersacher wird von Georg Tryphon gesprochen, der seiner Figur eine Arroganz verleiht, die Ihresgleichen sucht. Und von Gerald Paradies alias Caruso hört man hier auch häufiger etwas als in manch anderer Folge. Das hat mir gefallen und dürfte für mich gerne öfter so sein.

Musik und Geräusche halten sich einmal mehr zurück. Das Nötigste ist vorhanden und wirkt, mehr ist es nicht. Das Augenmerk liegt bei dieser Reihe eben klar auf den Dialogen. Davon lenkt hier nichts ab.

Die Szene auf dem Cover strahlt vor allem viel Ruhe aus, macht aber durchaus neugierig darauf, wer diese Männer sind und worüber sie diskutieren. Wie ich finde, ein Motiv, das zu dieser Reihe passt. Der Bezug zur Geschichte wird erst während des Hörens klar.

Fazit: Für mich eine wirklich gelungene Folge! Der Aufhänger zum Fall hat einfach seinen Reiz. Genauso wie die Tatsache, dass van Dusens Widersachen es tatsächlich schafft. die Denkmaschine vorzuführen. Außerdem mag ich Krimis und Thriller, in denen Hypnose eine Rolle spielt. Und der Funken Humor tut ein Übriges dazu.

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