Professor van Dusen (07) – …zündet ein Feuerwerk

Titel: Professor van Dusen (07) – …zündet ein Feuerwerk / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Eckart Dux, Hartmut Neugebauer ua

vandusen07Inhalt: Die Denkmaschine Professor van Dusen und sein Assistent Hutchinson Hatch erleben das Jahresende auf Blackwell’s Island. Genauer gesagt: Im New York City Lunatic Asylum, der Irrenanstalt, die sich auf der langgezogenen Insel zwischen Manhattan und Queens befindet. Dorthin sind sie ganz freiwillig gelangt, als sie der Einladung des Leiters der Anstalt folgten, um dort mit einigen ausgewählten Gästen den Silvesterabend zu begehen. Doch die Feier wird jäh beendet, als in der nahegelegenen Kirche ein Mann bei lebendigem Leibe verbrennt.


Eine Geschichte, die in einer Irrenanstalt spielt! Was könnte mehr nach meinem Geschmack sein? Von mir aus hätte man aus diesem Schauplatz und seinen Bewohnern gerne noch mehr rausholen dürfen. Aber natürlich kommt einem hier keine Gruselstory zu Ohren, sondern ein Krimi.
Und der war dieses Mal ebenfalls ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn die Geschichte mit einer großen Feier beginnt, so ist der Kreis der Verdächtigen schließlich nicht allzu groß. So hat man einen guten Überblick und kann selber den einen oder anderen Verdacht anstellen. Das macht Spass.
Und zum Knobeln gibt einem die Geschichte so einiges an die Hand. Kaum meint man, so eine Ahnung zu haben, wendet sich das Bild wieder. Man wird in die Irre geführt, immer mal wieder eröffnen sich neue Ansichten, sodass neue Theorien aufgestellt werden können und nie, wirklich nie, ist die Geschichte in irgendeiner Hinsicht vorhersehbar. So stelle ich mir einen Krimi vor.
Allzumal, wenn er dann noch mit einer schlüssigen Auflösung zu punkten weiß und mit dem Täter eine kleine Überraschung präsentiert.

Zu Bernd Vollbrecht und Nicolai Tegeler habe ich in der gestrigen Besprechung bereits etwas geschrieben und das lässt sich auch hier wieder mit Fug und Recht sagen. Hartmut Neugebauer gibt einen wunderbar brummigen und jovialen Gouverneur Stetson. Auch Dirk Müller hat mir als Dr. Feldman sehr gut gefallen. Er hat eine markante Stimme, die er hier und da leicht überheblich klingen lässt. Das passt irgendwie gut zu van Dusen. Über die Dialoge der beiden musste ich manchmal wirklich schmunzeln.

Die musikalische Untermalung fällt wie gewohnt dezent und unauffällig aus, weiß aber dennoch, dem Geschehen die nötige Stimmung und Atmosphäre zu verleihen. So wird der Schauplatz fein in Szene gesetzt.

Das Covermotiv sieht für mich zwar so aus als schwinge van Dusen einen Zauberstab, aber in Kombination mit dem Titel wird trotzdem klar, was er da gerade tut. Diese Bleistiftzeichnungen passen gut zu dem tiefroten Rahmen .

Fazit: Ein durchweg spannender Fall für den Professor an einem ganz wunderbaren Schauplatz! Aus dem hätte man für mich trotzdem noch ein bisschen mehr rauskitzeln können.

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