Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (26) – Der siebte Monat

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (26) – Der siebte Monat / Verlag: Romantruhe audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Reent Reins, Daniel Montoya, Lutz Harder ua

newholmes26Inhalt: In der idyllischen Küstenstadt Hastings wird der Hotelbesitzer Peter Westlake von einer Klippe gestoßen. Sergeant Hopkins nimmt Westlakes Sohn Bobby, der kein Alibi hat, in Haft. Denn er hat ein Motiv – er wurde jahrelang von seinem Vater misshandelt. Bobby beteuert jedoch seine Unschuld, daher nimmt Holmes die Ermittlungen auf. Der Schlüssel zur Lösung des Mordfalls scheint in einem über fünfzig Jahre alten Gedicht zu liegen.


Um auch bei dieser Reihe wieder in die Spur zu kommen, wenden wir uns heute mal wieder dem Meisterdetektiven zu. Und der -und natürlich Watson- haben es in dieser Folge gewissermaßen gleich mit zwei Fällen zu tun. Wobei sie mit einem Fall beginnt, aus dem sich später dann der zweite Fall entwickelt. Ich bin von sowas allgemein ja kein Fan, aber hier wirkt das sehr harmonisch und gar nicht erzwungen. So mag ich das.
Mir tat Bobby ja ganz schön leid, weshalb ich Holmes und Watsons Nachforschungen nur zu gerne begleitet habe. Ich konnte es mir bei Bobby einfach nicht vorstellen. Und so habe ich die Ermittlungen gespannt verfolgt und einmal wurde es doch tatsächlich auch ein bisschen unheimlich. Damit kriegt man mich immer!
Der Schauplatz ist ebenso überschaubar wie der Personenkreis, was einem das Mitknobeln immer erleichtert. Und durch die einzelnen Ermittlungsschritte, die auch in zahlreichen Dialogen erläutert werden, ist man immer genau auf Stand. Das macht im Kombination mit den gewitzten Sprüchen -speziell zwischen Holmes und Watson- richtig Spass.
Am Ende präsentiert natürlich Holmes die Auflösung des Ganzen, wobei es -jedenfalls für mich- noch eine Überraschung gab. Und eine Frage, über die man nach dem Hören ruhig noch ein wenig nachdenken sollte. Das gehört sich wohl für eine Folge, in der Watson einen Kongress zum Thema Psychoanalyse besucht.

Wie meistens ist die Sprecherliste übersichtlich. Als Bobby ist Daniel Montoya zu hören, dessen Stimme gut zu dem halbwüchsigen Hotelbesitzersohn passt. Er bringt dessen Emotionen glaubhaft rüber, was bei dieser Rolle wichtig ist. Annekathrin Munz konnte mich dagegen nicht so ganz von sich überzeugen, da passte für mich die Betonung einige Male nicht.

Die Musik zeigt sich einmal mehr ruhig und zurückhaltend, hat aber einige ganz ungewohnte Stücke in petto. So bekommt man einige Male eine summende Frauenstimme zu hören, was der Geschichte zwar gut steht, aber eben doch eine Überraschung ist.

Das Cover gefällt mir dieses Mal besonders gut mit der Landschaft, dem Meer und davor die Gestalt. Es wirkt so fast wie ein Gemälde. Der Titel der Folge ist tricky. Da muss man die Geschichte wirklich hören um zu verstehen, was dahintersteckt.

Fazit: Genau genommen zwei Fälle in einem, die sich prima ergänzen. Spannend und gewitzt mit einer Überraschung am Ende. Sehr fein!

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