Die drei !!! (45) – Tatort Geisterhaus

Titel: Die drei !!! (45) – Tatort Geisterhaus / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Mia Diekow, Clemens Gerhard, Timo Kingel, Isabella Grothe ua

dda45Inhalt: Es spukt in Billershausen! Oder was steckt sonst hinter den seltsamen Vorgängen in Oma Lottis Haus? Ob sich die drei !!! trauen sollen, in dem leeren Haus nach dem Rechten zu sehen? Für Marie ist es so gut wie erwiesen, dass dort der Geist eines kleinen Jungen sein Unwesen treibt. Doch Kim und Franzi finden mehrere Indizien für wirkliche Einbrecher. Ausgestattet mit ihrem Powerspruch und ganz viel Mut machen sich die Freundinnen an die Aufklärung des mysteriösen Falls.


Die dunkle Jahreszeit ist bereits da, Halloween nicht mehr weit, da überrascht ein Fall mit unheimlichen Thema sicher niemanden. Als kleiner Gruselfan freut mich das natürlich immer wieder. Allerdings geht es hier zu keinem Zeitpunkt wirklich unheimlich zu. Vielleicht hätte ich das Hörspiel zum Einschlafen im Dunkeln hören sollen, mag sein. Vielleicht hätte ich mich dann gegruselt, aber so richtig daran glauben, kann ich nicht. Womöglich probiere ich es noch aus.
Denn es ist trotz mangelndem Gruselfaktor doch sehr lange eine Folge, die man gut mehrfach hören kann. Der Fall ist ganz spannend und hält den Hörer lange im Ungewissen. Die drei Freundinnen verfolgen gleich mehrere Spuren bzw Ansätze und man hat ausreichend Gelegenheit, sich seinen Favoriten dabei herauszusuchen. Dass eine mehr als verdächtige Nebenperson mitmischt, trägt natürlich ebenfalls dazu bei.
Die Auflösung habe ich dagegen widerum als Enttäuschung empfunden. Viel zu einfach gestrickt und einer Gruselgeschichte überhaupt nicht würdig. Dass mal wieder ein Evergreen an x-mal durchgekauten Themen aufgekocht wird, ringt mir einfach keine Begeisterung ab.
Ach, und eine Frage noch kurz: was soll denn dieses ständige „wir sollten Kommissar Peters anrufen!“, bitte? Man hat doch 44 Fälle bewältigt, ohne beim kleinsten Zwischenfall die Polizei rufen zu wollen.

Die Folge strotzt vor neuen Nebenrollen und entsprechend vielen Sprechern. Schön fand ich es, mal den Vater einer Detektivin zu hören. Michael Bideller leiht Vater Jülich seine Stimme und lässt ihn sympathisch, aber auch eine kleine Spur streng wirken. Isabella Grothe gibt eine liebenswerte Oma Lotti. Und mit Michi ist natürlich auch Tim Kreuer mal wieder von der Partie, der mir mit seiner markanten Stimme schon ein bisschen gefehlt hatte.

Musikalisch gibt es nichts Innovatives zu vermelden, bei den Geräuschen ebenfalls nicht. Gerade bei einer Story, die ein bisschen schaurig sein möchte, hätte ich da doch etwas mehr erwartet. Aber das einzige, was hier einmal mehr in auffälliger Häufung zu hören ist, sind die Hintergrundgeräusche, sobald die Mädels sich treffen oder Kim an ihrem Tagebuch sitzt. Wenn man davon nur einen Bruchteil in den Gruselfaktor hätte fließen lassen…

Das Covermotiv gefällt mir sehr gut, verspricht aber klar mehr Grusel als die Geschichte auf der CD dahinter bietet. Solche Nachtszenen sind immer toll mit dem Kontrast zwischen Dunkelheit und Farben. Und die Gestalt im Giebelfenster lässt vermuten, womit es die Mädels zu tun bekommen.

Fazit:  Leider wenig gruselig und mit einer schon zigmal durchgekauten Auflösung. Dazwischen liegt aber ein durchaus spannender und interessanter Fall. Damit hat die Folge bei mir einiges gutmachen können.

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