Gruselkabinett (113) – War es eine Illusion?

Titel: Gruselkabinett (113) – War es eine Illusion? / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Patrick Bach, Jannik Endemann, Bernd Rumpf ua

gk113Inhalt: Ein Schul-Inspektor reist zu einer ländlichen, von Sumpfland umgebenen Schule und hat dort Erlebnisse, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen.


Auf diese Folge hatte ich mich gefreut, denn der Inhalt klang nach meinem Geschmack. Seltsame Ereignisse an einer Schule in einem Moor.
Trotzdem bin ich im Nachhinein eher enttäuscht davon. Warum? Beispielsweise, weil sie nicht eine Minuten lang unheimlich oder gar gruselig ist. Aus den zwei Szenen mit entsprechendem Potenzial wird nicht, aber auch gar nichts gemacht. Eine spätere Entdeckung ist zwar grausig, aber eher im Stil eines Krimis, nicht in dem einer Schauergeschichte. Und auch am Ende, an dem ich mittlerweile verzweifelt auf DEN Knalleffekt gehofft hatte, gab es nichts in der Richtung. Dramatisch ist das Ende bzw die Auflösung, aber beim besten Willen nicht unheimlich.
Verzweifelt habe ich deshalb gehofft, weil zwischen erwähnten zwei Szenen und dem Ende nichts Besonderes geschieht. Nichts Gruseliges (mal wieder), nichts Dramatisches, nicht Trauriges, nichts Schönes…alles plätschert so sehr vor sich hin, dass sich die knapp 56 Minuten für mich zogen wie Kaugummi.
Die Auflösung kam -was den „Täter“ anbetrifft- nicht sonderlich überraschend. Seine Geschichte dagegen hat es dann schon mehr in sich. Aber halt auch wieder eher im Stil eines Krimis. Da ist nicht Übersinnliches, Gespenstisches dran.

Die Sprecher trugen auch dazu bei, dass ich mit der Geschichte nicht warm wurde. Schulinspektor Frazer blieb mir sehr fern, da ich bei ihm immer irgendwie eine gewisse Distanz und Kühle herausgehört habe. Sogar in den Momenten, in denen er sich zB fürchtet. Jannik Endemann lässt Frazers Freund meist so arrogant klingen, dass er mir einfach nicht sympathisch werden wollte. Dagegen konnte mich Bernd Rumpf gänzlich von sich überzeugen.

Endlich eine Folge dieser Reihe ohne durchgängige Musikkulisse. Die eingesetzten Stücke sind gut platziert und unterstreichen die Stimmung und Amtosphäre der Szenen. Weniger kann halt auch mehr sein. Die Geräusche sind einmal mehr gut, da gibt es nichts.

Die neblige Szenerie auf dem Cover passt gut zur Geschichte. Man rätselt gleich, wer diese Person in den Schemen sein könnte.

Fazit:  Mehr ein Krimi als eine Schauergeschichte. Aber für einen guten Krimi in der Mitte einfach zu sehr in die Länge gezogen.

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