TKKG (198) – Der Golem vom Dunkelsee

Titel: TKKG (198) – Der Golem vom Dunkelsee / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Tobias Diakow, Rhea Harder, Volker Hanisch, Lea Sprick ua

tkk198Inhalt: Sonne, Ferien, Sommerlager! Tim, Karl, Gaby und Klößchen verbringen gemeinsam mit einer Handvoll Altersgenossen eine Woche am idyllischen Dunkelsee. Nächte am Lagerfeuer, Stechmücken, Badespaß, Sonnenbrand und viel Eis am Stiel! Der sonnige Friede wird getrübt, als Gaby 20 Euro aus ihrem Zelt gestohlen werden. Kurze Zeit später verschwinden auch die Tischtennisschläger und ein Handy. Wer ist der Dieb vom Sommercamp? TKKG haben einen Verdacht und wollen den Täter stellen. Der Fall scheint klar, wäre da nicht der Golem vom Dunkelsee – eine unheimliche Gestalt, die seit Jahren ihr Unwesen auf dem Lagerplatz treibt.


Es ist mir scheinbar gerade nicht so recht gegönnt mit einem ordentlichen Hörspiel. Dabei ließ sich dieses hier gar nicht so schlecht an. Solch eine Am-See-campen-Story ist schon etwas, dass ich mir aus Ausgangssituation für eine TKKG-Folge vorstellen kann. Und diese Atmosphäre wird hier auch gut an den Hörer vermittelt.
Die Hinkefüße hier sind erstens der Fall an sich und zweitens diverse Kleinigkeiten. Der Fall ist nämlich sehr seicht und einfach gestrickt. Hat man nicht erst einen Kinder- bzw Jugendkrimi gehört, weiß man schnell, wohin der berühmte Hase läuft. Da hilft auch die eigestreute Story um den Golem nichts. Dabei hätte man daraus sicher etwas machen können. Das wäre eine Gelegenheit gewesen, Spannung und vielleicht eine Spur Grusel aufkommen zu lassen, aber so platt wie das hier daherkommt, geht jegliche Chance darauf augenblicklich flöten. Und damit sind wir auch schon bei besagten Kleinigkeiten. Darunter fällt auch dieses Spiel mit dem Säuresee. Gut, dass den Betreuern das einfällt, sonst wäre später alles verloren. Was ein Zufall!

Seitens der Sprecher gibt es mehr Schatten als Licht zu vermelden. Zum ersten Mal ist hier der neue Sprecher für Karl am Werke, nämlich Tobias Diakow. Selbstverständlich hatte Niki Nowotny eine sehr markanten Stimme. Man kannte sie seit Beginn der Reihe, keine Frage. Trotzdem war sie nicht so richtig mein Ding. Daher hat mir Tobias Diakow wirklich überraschend gut gefallen. Seine klare Stimme empfinde ich als sehr angenehm.
Therese Berlage dagegen hat mir gar nicht gefallen, ihre Stimme hat mich richtiggehend genervt. Michael Bideller hört man deutlich an, dass das Genuschel gespielt ist. Und Fabian Harloff versemmelt es gleich mehrfach, passend jung für seine Rolle zu klingen.

Musik und Geräuschen habe ich nichts weiter vorzuwerfen. TKKG-Kost wie man sie kennt. Aber irgendwas scheint mit dem Ton danebengegangen zu sein. Jedenfalls klingen einige Szenen -vor allem, wenn mehrere Campbesucher zusammen sind- als spielten sie in weiter Entfernung und irgendwie dumpf. Gar nicht so glatt und klar wie der Rest.

Das Covermotiv zeigt eine Szene mit den Freunden im nächtlichen Wald. Der Golem ist ebenfalls zu sehen. Man erkennt allerdings auf Anhieb, dass ein Mensch dahintersteckt. Das hätte man wirklich ein bisschen diffuser halten können.

Fazit:  Der Schauplatz wäre gut für eine oldschool-Folge gewesen. Leider ist es aber eine sehr dünne und durchschaubare Story, die die meisten Gelegenheiten für Spannung und vielleicht einen Funken Grusel schlicht in den Sand setzt.

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