Morgan & Bailey (05) – Der verlorene Sohn

Titel: Morgan & Bailey (05) – Der verlorene Sohn / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Christoph Piasecki, Rita Engelmann, Wolfgang Bahro ua

mb05Inhalt: Captain Roger Slade bittet Pastorin Bailey um Hilfe. Sein Sohn ist spurlos verschwunden, seit er vor fünf Tagen mit seinem Fischkutter in See gestochen ist. Kurz zuvor hatten Vater und Sohn einen heftigen Streit, weshalb Slade sich große Vorwürfe macht. Während Rose Bailey und ihr Neffe Liam auf hoher See ermitteln, beschäftigt Pfarrer Morgan sich mit einem Fall von Raubmord. Eine erste Spur führt ihn zum Yachthafen von Heaven s Bridge.


Ermittelten Pastorin und Pfarrer unlängst noch gemeinsam mit dem Nachwuchs, so gehen sie hier wieder alleine zu Werke. Dabei scheint es anfänglich in verschiedene Richtungen zu gehen. Einmal gibt eine Leiche Rätsel auf, einmal ersucht ein Kapitän Hilfe. So ist es auch erstmal aus zwei Richtungen spannend und ich dachte wirklich, man habe es hier mit zwei Fällen zu tun.
Doch dann laufen beide Handlungsstränge zusammen und es geht in eine neue Richtung. Ich fand das Geschehen aber nicht wirklich spannend bis zum Schluss. Es gibt so einen Punkt, da ahnt der geneigte Krimihörer schnell etwas.
Es bleibt dafür aber ganz interessant, wie Morgan, Bailey, deren Neffe und der Kapitän der Sache auf den Grund gehen. Und das endet dann doch noch in einem recht dramatischen Finale.
Für einiges an Humor ist dieses Mal ebenfalls gesorgt. So hilfreich wie Pastorin Baileys Neffe hier auch manchmal ist, so slapstickmäßig hampelt er sonst durch die Geschichte. Wer diesen humor teilt, bitte. Ich hatte ja in der Besprechung zu Folge 4 die Hoffnung verlauten lassen, diese Figur könne frischen Wind reinbringen. Nach Folge 5 hoffe ich einfach, dass es ihm in der neuen Wohnung so gut gefällt, dass er nicht mehr dauernd bei seiner Tante herumhängt und sie „unterstützt“.

Wolf Frass hat mir als Kapitän Roger Slade wirklich gut gefallen. Er lässt ihn zwar meinstens sehr raubeinig und aufbrausend klingen, versteht es aber auch, in entsprechenden Szenen ganz gegensätzliche Emotionen rüberzubringen. Rita Engelmann erlebt man dieses Mal an zu bestimmten Gelegnheiten etwas energischer und entschiedener als bisher. Das ist (noch) vor allem wegen Neffe Liam, aber vielleicht schlägt es ja auch bei baldigen Verbrechern man durch. Jan-David Rönfeldt und Pascal Finkenauer ergeben hier ein prima Gespann.

Die Musik präsentiert sich einmal mehr sehr stimmig. Womit mich diese Folge aber vor allem begeistern konnte, ist die Geräuschkulisse. Speziell bei den Szenen auf See, die durch die Geräusche wirklich sehr schön anschaulich werden. Und damit meine ich nicht gewisse Folgen eine Seekrankheit. Jedenfalls nicht nur 😉

Blau wie das Meer, so kommt das Cover dieses Mal daher. Und auch der Anker und das Schiff in stürmischer See passen gut zur Geschichte.

Fazit:  Ab einem Punkt dürften versierte Krimihörer hier den Braten riechen. Bis dahin ist es aber ganz spannend und hinterher bleibt es zumindest noch interessant.  Nächstes Mal etwas weniger Liam fände ich allerdings nicht verkehrt.

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