Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (28) – Die Rache des Gerechten

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (28) – Die Rache des Gerechten / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Peter Groeger, Reent Reins, Werner Ziebig ua

newholmes28Inhalt: Der rätselhafte Tod zweier prominenter Londoner Gentlemen versetzt die gehobene Gesellschaft in helle Aufregung. Doch Scotland Yard tappt im Dunkeln und Inspector Lestrade sieht sich gezwungen, Sherlock Holmes um Hilfe zu bitten. Eine heiße Spur führt den Detektiv in eine Londoner Freimaurerloge. Für Holmes und Watson drängt die Zeit, denn einige Anzeichen sprechen dafür, dass der Mörder bald wieder zuschlagen wird. Aber dann nimmt der Fall eine unerwartete Wendung.


Ein bisschen erstaunlich ist es ja schon, dass in dieser Folge schon wieder eine Prostituierte eine recht wichtige Rolle spielt. Das gab es schließlich erst in der vorigen Episode. Gestört hat es mich aber nicht. Der Aufhänger zu diesem neuen Fall steht mit der Dame in Zusammenhang und zunächst ließ sich die Story für mich auch ganz vielversprechend an. Auch dass hier die Logen Londons eine wichtige Rolle spielen, gefiel mir wirklich gut. Ich mag Geschichten um Logen, weil ihnen für mich immer etwas Geheimnisvolles, Rätselhaftes und -ja- auch etwas potenziell Bedrohliches anhängt.
Bis dahin konnte ich der Geschichte wirklich einiges abgewinnen. Allerdings habe ich sie irgendwann bei der soundsovielten Wendung und der soundsovielten neuen Figur auch als ziemlich verwirrend empfunden. Das widerum mag ich an Geschichten, gerade an solchen Detektivgeschichten gar nicht.
Hinzu kommt noch, dass Holmes hier für meinen Geschmack zu oft Sätze beginnt mit „ich vermute…“, „ich denke, wir können davon ausgehen“ oder auch „es ist wahrscheinlicher…“ Also nein, ein Holmes vermutet für mich nicht, geht für mich auch nicht von Dingen aus und hält für mich auch nichts für wahrscheinlicher. Jedenfalls nicht in dieser Häufung. Auch das hat mich gestört.
Und zuletzt gab es für mich hier viel zu wenig Watson und zu viele Alleingänge seitens Holmes.
Am Ende wird einmal mehr alles schlüssig aufgelöst und ein Schuss Dramatik kommt ebenfalls nochmal ins Spiel.

Es wäre wohl das erste Mal, wenn man der Sprechergarde einer Folge dieser Reihe etwas vorwerfen könnte. Christian Rode und Peter Groeger sind eben ein eingespieltes Duo. Leider hört man, wie schon gesagt, von Peter Groeger hier vergleichweise wenig. Reent Reins hört man als Mycroft Holmes eher selten, aber ich freue mich jedes Mal, wenn er dabei ist. Denn mit seinem lebendigen Ton bildet er einen gelungenen Kontrast zu seineme Bruder. Werner Ziebig gelingt es prima, die Verbissenheit seiner Figur an den Hörer zu bringen.

In Sachen Musik hält man sich wie so oft eher zurück. An den entsprechenden Stellen sind aber durchaus Klänge zu hören, dezent im Hintergrund, aber mit Wirkung. So bleibt der Fokus auf den Fall und die Dialoge gerichtet, bekommt aber einen gewissen Anstrich. Die Geräuschkulisse kommt wie üblich durchweg gelungen daher.

Das Covermotiv zeigt direkt eine dramatische Szene. Man bekommt gleich eine Ahnung, womit man es in dieser Episode zu tun bekommt. Das macht neugierig.

Fazit: So gut es losging und so gut mir das Thema „Logen“ gefiel, so wurde der Fall für mich irgendwann ziemlich verwirrend. Außerdem hat es mich gestört, dass Holmes so oft vermutet. Und dass Watson nicht so oft zu hören war wie sonst. In meinen Ohren also eine Folge mit gewissen Schwächen.

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