Die kleine Schnecke Monika Häuschen (45) – Warum schimpfen Spatzen?

Titel: Monika Häuschen (45) – Warum schimpfen Spatzen? / Verlag: Karussell / Spielzeit:  ca. 40 min / Sprecher:  Tobias Künzel, Tom Deininger, Laura Künzel, Steffen Lukas ua

moni45Inhalt: Es könnte ein wunderbarer Tag im Garten werden, in dem die kleine Schirkelschnecke Monika Häuschen zusammen mit dem Regenwurm Schorsch und dem gelehrten Graugänserich Günter wohnt. Doch dann stößt sich Schorsch und braucht Kühlung in der Vogeltränke. Die benutzt Spatz Picksi aber eigentlich als Badewanne und schimpft gleich wie ein Rohrspatz. Das kann Schorsch auch und bald übertreffen sie die beiden mit lustigen Schimpfwörtern. Zum Glück kann Monika sie davon überzeugen, dass die Vogeltränke für alle da ist. Bleibt nur noch die Frage: Wer ist eigentlich der Weltmeister im Schimpfen?


Der Klappentext der Folge ließ mich zunächst eher zweifelnd zurück. Denn ein Wettbewerb im Schimpfen für eine Altersgruppe um die 3 Jahre? Das klang für mich schon mal sehr nach Peinlichkeiten. Aber natürlich habe ich der Folge ihre Chance gegeben, die sie -ich hätte es wissen müssen- bestens genutzt.
Denn dieser Wettkampf im Schimpfen kommt glücklicherweise weder peinlich daher, noch dauert er zu lange. Stattdessen erfährt man eine ganze Menge über Spatzen. Und darüber, wieso sie so viel schimpfen. Nun ist der Spatz ein Vogel / Tier, das man so oft sieht, dass man sich eher wenige Gedanken über sie macht. Daher finde ich es umso besser, dass dieser Allerweltsvogel hier im Mittelpunkt steht. Und er bringt viele Überraschungen und interessante Eigenschaften mit.
Gleichzeitig macht die Geschichte wieder mal so richtig Spass. Alleine schon die Szene mit ausgerechnet Schorsch als Beamter einer Beschwerdestelle und den Abreißmarken ist zum Totlachen komisch. Ausgerechnet er, der ständig darüber jammert, was er als Regenwurm ungerechterweise nicht hat, soll für Gerechtigkeit sorgen. Wer auch sonst?
Zuletzt, dieses Mal ist mir die Rahmenhandlung beim Erzähler sogar eine Erwähnung wert. Denn hier können die jungen Hörer sich ganz direkt aus dem Leben gegriffen nochmal etwas über Gerechtigkeit mitnehmen. Wirklich toll!

Spatz Picksi wird von Laura Künzel gesprochen. Ich wage mal zu behaupten, dass hier also Vater und Tochter um die Wette schimpfen. Und das macht Laura Künzel wirklich gut. Ich mag ihre relativ tiefe Stimme wirklich sehr gerne und sie lässt den Spatz mal energisch, dann wieder fröhlich, munter und gut gelaunt klingen.

Einige wenige Geräusch gibt es auch dieses Mal, aber das Augenmerkt liegt klar auf den Dialogen, bei denen einem weder Geräusche, noch irgendwelche Musikstücke fehlen. Das Titellied macht Spass und lädt zum Mitsingen ein. Das reicht zusammen mit den einzelnen Geäruschen voll und ganz aus.

Der flauschige Spatz auf dem Cover ist wirklich niedlich geraten. Die Freunde beäugen ihn allerdings sehr unterschiedlich. Warum guckt Günter so sauer? Worüber staunt Schorsch? Und wieso freut sich Monika so über den neuen Gast im Garten? Da wird man doch gleich neugierig.

Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte, die aufzeigt, dass der allgegenwärtige Spatz keineswegs ein Allerweltsvogel ist. Außerdem konnte die Folge bei mir zusätzlich durch die Handlung beim Erzähler punkten. Also eine doppelt gute Episode!

1 Comment

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  1. Vielen Dank für diese tolle Rezension, über die sich das Monika-Häuschen-Team riesig gefreut hat! Und um das Rätsel aufzulösen: Laura Künzel ist die Nichte 🙂 des Regenwurmsprechers.
    Liebe Grüße, Kati Naumann

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