Benjamin Blümchen (134) – Abschied von Stella

Titel: Benjamin Blümchen (134)  – Abschied von Stella / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Samira Jakobs, Ulrike Stürzbecher, Cathlen Gawlich ua

ben134Inhalt: Die Stellinis ziehen zurück nach Italien. Benjamin und Otto wollen ihre Freundin Stella beim Umzug begleiten und ihre Möbel mit dem Zoolaster nach San Giovanni bringen. Karla Kolumna schließt sich ihnen an und die vier erleben eine abenteuerliche Reise in den Süden, auf der sie auch eine neue Freundin für Stella kennenlernen.


Bei dieser Folge bin ich hin- und hergerissen. Einerseits stehe ich seit Folge 100 auf dem Standpunkt, dass diese Reihe auch weiterhin bestens ohne Stella ausgekommen wäre. Ich halte es für kompletten Unsinn, dass sie durch Stella für Mädchen attraktiver geworden ist.
Somit stimmt mich der Titel so überhaupt nicht traurig, das gebe ich gerne zu. Die Geschichte um den Abschied von Stella hat mir soweit ganz gut gefallen. Sie drückt zum Glück nicht auf die Tränendrüse, ist mit der Tour nach Italien und den kleinen Abenteuern dabei auch ganz spannend und unterhaltsam und hat ein Ende, mit dem auch Fans von Stella zufrieden sein dürften. Karla Kolumna ist auch mit von der Partie und sorgt ihrerseits für Stimmung. Hier und da wird sogar mal Bezug auf ältere Folgen genommen. Und sollten Benjamin und Co. Stella mal wieder besuchen, dann würde ich mich freuen, auch Stellas neue Freundin und ihre Eltern wiederzutreffen, die mir gefallen haben.
Bauchschmerzen bereitet mir allerdings die Frage, ob die Reihe überhaupt weitergehen wird. Ich kann sie mir zwar bestens ohne Stella vorstellen, aber das ändert nichts daran, dass die meisten (nachvollziehbaren) Ideen für Geschichten umgesetzt sein dürften.  Die Berufe scheinen ja ohnehin schon längst aufgebraucht zu sein. Und nun nimmt man der Reihe eben auch noch eine Hauptfigur, die seit 35 Folgen mitmischt.
Irgendwie vermittelt mir das Gefühl als sei das Ende der Reihe nahe. Ohne jetzt allzu schwarz malen zu wollen. Ganz klar, ich weiß es (noch) nicht. Nicht dass jemand nun was Falsches denkt.

Samira Jakobs hat mir als Rebecca gut gefallen. Ihre Stimme nicht nicht so kindlich und sie bringt Rebeccas Launen glaubhaft an den Hörer. Ulrike Stürzbecher wird als Karla immer besser und übertreibt nur noch selten. Und inzwischen wird ihr auch nicht mehr an jedes Hauptwort ein -chen angehängt, wodurch es nicht mehr so albern wirkt.
Mein einziges Ärgernis ist -mal wieder- die Tatsache, dass es für ein Hörspielstudio scheinbar eine kleine Unmöglichkeit ist, echtes Ziegengemecker aufzunehmen bzw aufzutreiben. Schon wieder muss dafür ein Sprecher herhalten. Wo hatte man bei Kiosk nur früher selbst Löwengebrüll her? Und das ist Jahre her und ging sogar ohne das allmächtige Internet.

Viel mehr Musik als sonst gibt es nicht zu hören, dafür wird aber mal wieder gesungen. Das kam in früheren Folgen ja nicht gerade selten vor und siehe da: es funktioniert immer noch und sorgt für Flair. Sogar die Melodie kennt man noch von früher.

Das Cover zeigt die Freunde dabei, wie sie den Zoolaster für die Reise beladen. Alle wirklich fröhlich dabei, und ja, mir gefällt das. Ich hätte absolut keine rührselige Geschichte um den Abschied hören wollen.

Fazit: Die Folge lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ohne Stella ist die Reihe besser dran, das ist meine felsenfeste Überzeugung, somit bin ich froh über den Abschied. Und für alle Stella-Fans: es wird wohl nicht endgültig sein. Die Story ist schön und unterhaltsam. Aber irgendwie wirkt sie auf mich auch wie ein Ende der Reihe. Und das möchte ich nicht. Mal schauen, was wird…

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