Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (31) – Die Falle von Dornwood

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (31) – Die Falle von Dornwood / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher:

Inhalt: Ein einsames Gasthaus in einer abgelegenen Gegend Nordenglands. Ein Reisender, der spurlos verschwunden ist und eine junge Frau, die sich in Sorge um ihren Bruder an Sherlock Holmes wendet. Holmes und Watson machen sich auf die Suche nach dem Vermissten. Dabei geraten sie nach Dornwood, wo nicht alle Dinge so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Das Interesse von Holmes ist geweckt, als er auf eine in der Nähe gelegene Privatklinik stößt, die von dem dubiosen Dr. Wheldon betrieben wird. Als ein weiterer Reisender aus dem Gasthaus verschwindet, glaubt Holmes zu wissen, an welchem Ort die Fäden zusammenlaufen und begibt sich damit in große Gefahr.


Diese Folge beginnt direkt mit einem Schreckmoment, sodass man sich sofort fragt, was bloß vorgefallen ist. Diese Frage wird dann aber schnell beantwortet. Zum Glück, denn ich habe einiges gegen hysterische Frauen. Und ich brauche auch kein Anhängsel an Holmes und Watson wie hier, ebenfalls schon mal lange nicht, wenn es eine Frau ist, die sich überall einmischt und nicht einmal die Klappe halten kann.
Davon mal abgesehen hat mir diese Folge aber wirklich gut gefallen. Der Fall beginnt so richtig in einem abgelegenen Gasthaus nahe eines kleinen Ortes, was für mich ein toller Schauplatz ist. Das hat schon fast etwas Schauriges, wofür ich ein absolutes Faible habe.
Dort ereignet sich dann auch der eine oder andere seltsame Vorfall und Holmes und Watson machen mehr als eine überraschende Entdeckung. So ist für viel Spannung gesorgt und man kann prima miträtseln. Und in diesem Falle sogar in die richtige Richtung! Denn es kommt ein Punkt, da beschleicht einen einfach eine Ahnung, was in dieser sonderbaren Klinik vor sicht geht.
Trotzdem nimmt diese Erkenntnis dem Fall nichts von seiner Spannung und auch ein gewisser Gruselfaktor kommt nochmal auf, wenn Holmes und Watson diese Ahnung bestätigen. Was überraschend ist, denn aus der heutigen Zeit heraus dürften einen die Vorgänge in der Klinik nicht einmal mehr ansatzweise erschrecken.
Um der Sache endgültig auf die Schliche zu kommen, muss dann auch noch Lestrade ran, worüber ich anfangs wirklich schmunzeln musste. Doch schon sehr bald wird es wieder einmal äußerst brenzlig.
Dieser Fall lässt einem kaum Zeit zum Durchatmen.

Besonders haben mir hier Uwe Jellinek und Hildegard Meier gefallen, die ein absolut liebenswert schrulliges Wirtepaar abgeben. Ich habe ihnen mit solch großem Vergnügen gelauscht! Gerald Paradies kann als finsterer Kutscher punkten und sorgt bei seinen Auftritten für eine kleine Gänsehaut. Christian Rode und Peter Groeger bilden einmal mehr ein pefektes Doppel.

In Sachen Musik und Geräusche hält sich auch diese Folge eher bedeckt. Es sind passende und stimmungsvolle Stücke zu hören, die sich aber nie in den Vordergrund drängen, sondern mehr aus dem Hintergrund, auf leise Art, für Flair sorgen. Die Geräsuchkulisse ist einmal mehr sehr fein und sorgt dafür, dass man sich das Geschehen gut vorstellen kann.

Auf dem Cover ist die Ankunft von Holmes, Watson und ihrer Auftraggeberin beim Gasthaus zu sehen. Der Name der Kneipe verheißt schon direkt mal nichts Gute. Und der Kontrast mit dem kräftigen Rot hat auch etwas Bedrohliches an sich.

Fazit: Lasst doch Holmes und Watson bitte alleine ermitteln, ohne (weibliches) Auftraggeberanhängsel. Ansonsten aber eine sehr spannender neuer Fall, der hier und da auch einen schaurigen Einschlag an sich hat. Das hat mir so prima gefallen.

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