Holy Klassiker (13) – Der Wildtöter

Titel: Holy Klassiker (13) – Der Wildtöter / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Tobias Kluckert, Kim Hasper, Annina Braunmiller, Christian Rode ua

Inhalt: Eigentlich wollen die Trapper Henry March und Natty Wildtöter Bumppo nur den alten Seemann Hutter und seine beiden Töchter besuchen, als sie unversehens in einen Konflikt zwischen den weißen Siedlern und den Indianern geraten. Mit Hilfe seines Freundes, des Mohikanerhäuptling Chingachgook versucht der friedliebende Bumppo, das Schlimmste zu verhindern.


Als Kind hatte ich den „Wildtöter“ auf Kassette von Europa, wenn ich mich nicht total irre. Damals hat mir diese Abenteuergeschichte super gefallen, das weiß ich noch genau. Daher war ich auf diese Version sehr gespannt. Würde mir die Story immer noch so gut gefallen? Im Großen und Ganzen, ja. Denn ich mag solche Abenteuergeschichten immer noch gerne. Diese hier vermittelt prima das entsprechende Flair und schickt neben einer Reihe sympathischer Figuren natürlich auch eine Gruppe kriegerischer Indianer ins Rennen. Dennoch ist die erste Hälfte der Geschichte eher als ruhig zu bezeichnen, was aber keineswegs zu Lasten der Spannung geht. In der zweiten Hälfte geht es heftiger zur Sache, was zusätzlich noch Tempo ins Geschehen bringt. Man hat alle Gelegenheit um die lieb- und vertrautgewordenen Charaktere zu bangen und für sie zu hoffen. Speziell, weil der Wildtöter selber eher friedlich veranlagt ist und unnötige Gewalt vermeidet, wo es nur geht. Es ist zwar fraglich, ob es so jemandem damals wirklich gegeben haben könnte, aber schließlich ist es ja eine Geschichte. Die darf sich gewisse Freiheiten nehmen.
Dennoch, auch wenn mir die Geschichte gefallen hat, mehr aus dieser Richtung bräuchte ich nicht. Ich habe nämlich einmal mehr festgestellt, dass mich Indianerstämme, ihre Kriege und Scharmützel usw einfach nicht sonderlich interessieren. Das hat hier leider manchmal dazu geführt, dass ich bei den ganzen Stämmen, Häuptlingen etc kurz mal den Überblick verloren habe.

In der Rolle des Wildtöters ist Tobias Kluckert zu hören. Mit klarer Stimme und einem fast duchweg ruhigem Ton, vermittelt er einem einen guten Eindruck vom klugen und friedliebenden Trapper.  Kim Hasper lässt seine Figur Henry March dagegen häufiger mal aufbrausend und rebellischer klingen. Christian Rode mal in einer so anderen Rolle als seiner Paraderolle Holmes zu hören, fühlt sich erstmal seltsam an. Doch er weiß auch als als Henry Hutter zu überzeugen.

Der Soundtrack kommt gemischt daher. Neben Gitarrenstücken sind auch sehr urwüchsig anmutende Melodien mit Trommeln zu hören, was dem Indianerthema gut steht. Dann wieder sind eher leise Klänge aus dem Hintergrund zu hören, was für Atmosphäre sorgt, wieder ein anderes Mal zu Kampfszenen geht es deutlich lauter zu. Alles ist also ganz präzise auf die Handlung abgestimmt.

Das Cover zeigt im Mittelpunkt natürlich den Wildtöter in einer stimmungsvollen Szenerie: auf einem See, mit Nebel und einem Sonnenaufgang. Das passt gut zur Erzählung und dürfte Fans von Indianergeschichten schnell ansprechen.

Fazit: Mich interessieren Indianerkämpfe, -kriege und -fehden so gut wie gar nicht. Trotzdem hat mir diese Geschichte doch gut gefallen. Sie ist erst ruhig, legt dann aber am Tempo zu und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

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