Mord in Serie (28) – Kaltblütig

Titel: Mord in Serie (28) – Kaltblütig / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Gabrielle Pietermann, Ulrike Stürzbecher, Bodo Wolf, Sven Plate, Torsten Sense ua

Inhalt: Kriminalpsychologin Paula Schellenberg bekommt es mit einem besonders verstörenden Fall zu tun. Auf einem Campingplatz an der polnischen Grenze wurde eine ganze Familie von einem brutalen Mörder ausgelöscht. Einzig die Tochter Luise hat das Massaker überlebt. Was ist in jener Nacht geschehen? Luises Erinnerungen sind nur bruchstückhaft und den Ermittlern keine große Hilfe. Paula Schellenberg begibt sich daher auf eigene Spurensuche und wird mit menschlichen Abgründen konfrontiert, die auch sie selbst bis ans Limit bringen.


Was habe ich am Anfang dieses Thrillers gelacht! Der Start ist wirklich einfach zu herrlich und bedient üppig jedes Klischee, das nur irgendwo über deutsche Campingplätze und deren Nutzer kursiert. Nun stelle man sich einen Zwischenfall, der ein bisschen Anleihe bei „Freitag, der 13.“ nimmt, genau dort vor. Dann kann man sich eventuell ein erstes Bild machen. Ich fand es zum Totlachen!
Allerdings nicht besonders lange, denn nach diesem heiteren Start hat die Story weit, weit mehr als einen Gänsehautmoment in petto. Sowas liebe ich ja heiß und innig! Obendrein geht es dann auch noch so wunderbar blutig, fast schon etwas splatterig zu, genau mein Fall!
Während ich Paula Schelleberg und die Polizei begleitet habe, wie sie dem Fall auf den Grund gehen, habe ich wild hin und her verdächtigt, ohne jedoch auf die Wahrheit um diese grausame Bluttat zu kommen. Die hat dann -vor allem wegen der Umstände, in der das Geständnis abgelegt wird- nochmal ihren ganz eigenen und sehr speziellen Reiz.
Es ist übrigens unbedingt zu empfehlen, die CD komplett durchzuhören. Sonst verpasst man den nächsten Moment, der einen mit offenem Mund staunend dasitzen lässt.

Ulrike Stürzbechers Stimme passt hervorragend zu der Psychologin. Sie spricht klar und deutlich, meist mit ruhigem und der Rolle entsprechend professionellen Ton, kriegt es aber auch spielend hin, zum Emotionalen zu wechseln, wenn gewisse Erkenntnisse von Paula diese dazu bringen. Gabrielle Pietermann hat mich ebenfalls komplett überzeugen können, vor allem anfangs als Luise Kunhardt zu Tode verängstigt vom Geschehen am See berichtet. Sven Plate klang mir eine Spur zu jung für den Junkie Mario, doch seine Verzweiflung am Ende der Story habe ich ihm wirderum absolut abgekauft.

Der Soundtrack ist einmal mehr passgenau auf die Handlung und das Geschehen abgestimmt und sorgt so für die nötige Atmosphäre, die beim Hörer für so manches Schaudern sorgt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls vom Feinsten und macht das Geschehen anschaulich. Gewisse Szenen klingen dabei wunderbar grausig und unappetitlich…

Das Mädchen im Halbdunkel auf dem Cover wirkt wie einem Horrorfilm entsprungen. Da mich vor allem der Anfang der Geschichte genau an einen solchen Film erinnert hat, passt das für mich gut zusammen. Blutspuren verdeutlichen, dass dieses Hörspiel nichts für zimperliche Hörer ist.

Fazit: Genial! Unbedingt hören! Punkt!

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