Holy Klassiker (17) – Alice im Wunderland

Titel: Holy Klassiker (17) – Alice im Wunderland / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 77 min  / Sprecher: Rieke Werner, Bert Stevens, Udo Schenk, Ulli Krohm, Lutz Mackensy ua

Inhalt: „Wir sind hier alle verrückt!“, erklärt die Grinsekatze der jungen Alice, nachdem diese einem weißen Kaninchen in die seltsame Welt des Wunderlands gefolgt ist. Und wahrlich scheinen die lebenden Spielkarten und sprechenden Tiere, denen sie hier begegnet, durchweg nicht ganz bei Trost zu sein. Der Irrwitz findet seinen Höhepunkt, als die cholerische Herzkönigin Alice zu einem Croquet-Spiel einlädt.


Fröhlich geht es weiter kreuz und quer durch diese Serie. Dieses Mal muss ich vorab sagen, dass ich nur die Disney-Version von „Alice“ kenne und daher auch nur von diesem Vorwissen ausgehend etwas zum Hörspiel sagen kann.
Einige der Figuren, die Alice hier antrifft, kannte ich vom Film her gar nicht. Sofern mich meine Erinnerung nicht trügt jedenfalls. Es hat Spass gemacht, sie nun endlich kennenzulernen und sie reihen sich tadellos in den Reigen der verrückten Wunderlandbewohner ein. So ernst und abenteuerlich es für Alice auch zugeht, ich habe immer wieder herzlich über die durchgedrehten Charaktere lachen müssen. Und Alice habe ich für ihren Mut und ihr oft ziemlich loses Mundwerk in brenzligen Situationen bewundert.
Den Höhepunkt in Sachen Spannung erreicht die Geschichte nactürlich gegen Ende hin beim Krocketspiel mit der Königin und den verheerenden Folgen dieses Spieles. Da soll so mancher Kopf rollen und es ist mehrmals kurz vor knapp damit.
Insgesamt habe ich die Geschichte aber doch für etwas zu lang empfunden. Und das sage ich als Erwachsener. Ich denke, wenn Kinder diese CD zu hören bekommen, dann sollte sie in „Häppchen“ gehört werden, sonst wird das zu viel.

Als Alice ist Rieke Werner zu hören. Wenn sie mit diesem Hall als Auch-Alice spricht, hat sie mir sehr gut gefallen. Da klingt ihre Stimme tiefer und düsterer. In der Rolle der Alice ist mir ihre Stimme oft viel zu hell und hoch. Dafür macht sie ihre Sache aber sonst super und weiß mit lockerer Art zu überzeugen. Schon beim Film war die Raupe meine Lieblingsfigur und ich fand es toll, sie auch hier anzutreffen. Udo Schenk mal so anders zu hören, überhaupt nicht als Bösewicht, sondern als ziemlich schräges Tier, das macht riesig Spass! Holger Löwenberg hat für die Grinsekatze einen weichen, warmen Ton parat, was prima passt.

Die Musik hält sich hier ziemlich zurück, was der Geschichte aber gut steht. So bleibt die Aufmerksamkeit auf das Geschehen gerichtet. Aus dem Hintegrund heraus sorgen die eher leisen Stücke für die nötige Stimmung. Und eine ganze Reihe ausgefeilter Geräusche veranschaulichen die Handlung.

Das Cvoer gefällt mir sehr gut! Alice, die Grinsekatze und das weiße Kaninchen sind zu sehen, die Szenerie ist wunderbar düster und mit schönen Farben. Die Augen der Grinsekatze leuchten richtig, was ein Blickfang ist.

Fazit:  Mir war diese Version eine Ecke zu lang. Es wird zwar nicht langweilig, dazu ist viel zu viel los und es gibt viel zu viel zum Schmunzeln, aber irgendwann habe ich mich halt doch gefragt, wann mal das Ende kommen würde. Also eher etwas für ältere Hörer, würde ich sagen, die gerne die Charaktere aus dem Film wiedertreffen möchten.

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