Holy Klassiker (05) – Die Schatzinsel

Titel: Holy Klassiker (05) – Die Schatzinsel / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Wanja Gerick, Wolfgang Bahro, Santiago Ziesmer, Regina Lemnitz ua

Inhalt: Robert Louis Stevensons Roman erzählt von dem jungen Jim Hawkins, der zufällig vom Versteck eines sagenhaften Schatzes erfährt, den der Piratenkapitän Flint einst auf einer einsamen Insel vergrub. Sogleich bricht er mit dem Gutsherren Trelawny auf, den Schatz zu heben.Auf der Fahrt zur Insel muss Jim aber feststellen, dass sie nicht als einzige hinter dem Gold her sind: Flints alte Bande hat sich unter ihre Mannschaft gemischt und plant unter Führung des einbeinigen Long John Silver die Meuterei.


Eine weitere Folge dieser Klassikerreihe, über die man inhatlich wohl eher weniger Worte verlieren muss. Ich denke, die Story ist doch recht bekannt. Bei mir war es allerdings schon sehr lange her, dass ich sie mal irgendwo und irgendwann gelesen oder gehört habe. Dadurch hatte ich immens Schwierigkeiten, mich hier zurechtzufinden. Zumal man gänzlich auf einen Erzähler verzichtet, dafür aber zig Figuren auffährt und gerne auch mal Sprünge in der Zeit unternimmt. Ich denke, falls doch mal ein Hörer an diese Folge gerät, der „Die Schatzinsel“ vielleicht tatsächlich nicht kennt, der dürfte sich ebenso schwer tun.
Davon abgesehen -wenn man sich denn eingefunden hat- wird man mit einer waschechten Piratengeschichte belohnt, die jeden Piratenfan das Herz im Leibe würde hüpfen lassen. Es geht so richtig rauhbeinig zu auf der einen Seite, auf der anderen hat man die ehrliche und aufrichtige Partei. Und der Wettlauf zwischen ihnen sorgt genauso für Spannung, wie die Frage, wer wie als erstes an den Schatz gelangen wird. Langweilig wird es also zu keiner Minute und man hat alle Gelegenheit, mit den Guten mitzufiebern und zu hoffen.

Wanja Gerick hat mir als Jim gut gefallen. Er hat eine passend junge Stimme und spricht Jim mit lebendigem Ton. Manfred Erdmann gibt anfangs einen sehr verwegenen Kapitän Smolett, das muss man auch erstmal können. Besonders beeindruckt hat mich aber Norbert Gastell in der Rolle des Ben Gunn. Er bringt dessen leicht irre Art wunderbar rüber, ohne dass einem die Figur dabei unsympathisch wird.

Ein passender und stimmiger Soundtrack und eine ausgefeilte Geräuschkulisse begleiten das Hörspiel, sodass man sich im Nu in die Häfen und auf die Schiffe versetzt fühlt, auf denen die Geschichte spielt.

Die Szene auf dem Cover könnte piratiger kaum sein mit der Schatzkiste, dem Piratenkapitän und dem Totentkopf. Dahinter ist das Meer und ein Segelschiff zu sehen. Treffender kann man solch eine Geschichte bildlich kaum darstellen.

Fazit:  Ich fand das Hörspiel teilweise sehr verwirrend, zumal sehr viele Charaktere mitmischen und es einige Zeitsprünge gibt. Ohne die Unterstützung eines Erzählers findet man sich da schwer zurecht. Hat man sich eingefunden, wird man aber mit einer spannenden und rauhbeinigen Piratengeschichte belohnt.

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