Holy Klassiker (04) – Tom Sawyer

Titel: Holy Klassiker (04) – Tom Sawyer / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Patrick Keller, Katja Brügger, Bert Stevens, Julian Rehrl, Klaus Schaefer ua

Inhalt: Mark Twains Lausbub Tom Sawyer und sein Freund, der Straßenjunge Huckleberry Finn, begeistern bis heute ebenso junge wie alte Leser. Ob es darum geht, sich um das Streichen eines Zaunes zu drücken, das Herz der schönen Becky zu gewinnen, oder ein Leben als Pirat zu beginnen – der gewitzte Tom hat immer eine Idee auf Lager! Doch das lustige Leben endet, als die beiden Freunde eines Nachts auf dem Friedhof zufällig einen Mord beobachten.


Ich habe „Tom Sawyer“ nie gelesen. Mir sind nur noch Bruchstücke einer TV-Serie dazu im Gedächtnis. Die habe ich damals sehr gerne geschaut, weil ich die Abenteuer von Tom und seinen Freunden mochte. Die haben mir auch hier wieder gefallen. Sie sind spannend und machen einfach Spass, weil Tom und Co. einfach eine ganz gewitzte, clevere Bande sind. Um solche Figuren sorgt man sich auch mal, mit denen fiebert man mit, mit denen hofft man. So wie es eben sein sollte bei guten Geschichten.
Allerdings hat das Hörspiel bei mir keinen zusammenhängenden Eindruck hinterlassen. Es wirkt eher so als würden viele von Toms Abenteuern hintereinander weg erzählt. Man hat nicht zu Beginn ein Problem oÄ, das bis zum Ende bewältigt wird. Einmal sucht Tom Möglichkeiten, sich davor zu drücken, einen Zaun zu streichen. Dann verliebt er sich. Dann wieder ist er mit Huck Verbrechern auf der Spur. Dann wieder wird er mit Freunden zum Pirat. usw usw
Das ist nicht schlecht und so lässt sich das Hörspiel speziell für junge Hörer gut in Häppchen hören, aber es ist schon ungewöhnlich. Ich musste mich daran tatsächlich erst gewöhnen. Man kennt es sonst halt anders.

Als Tom ist Patrick Keller zu hören. Seine Stimme hat mir prima gefallen, allerdings lässt er Tom eine ganze Ecke älter klingen als die Figur dem Cover aussieht. Damit habe ich persönlich gar kein Problem, aber es ist gut zu wissen.  Julian Rehrl übernimmt den Part von Huck und lässt ihn passend rebellisch, ein bisschen aufmüpfig, aber immer sympathisch klingen. Gabrielle Pietermann gibt eine durch und durch süße und naive Becky.

Begleitet werden die Abenteuer von Tom und seinen Freunden mit stimmigen, meist sehr munteren und fröhlichen Musikstücken, die auch schnell Abenterfeeling aufkommen lassen. Ein bisschen altmodisch angehaucht, aber „Tom Sawyer“ hat ja auch bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Das Covermotiv vermittelt einem sofort den Eindruck von einem abteuerlustigen, liebenswerten Bengel. Im Hintergrund ist der Mississippi zu sehen, samt Dampfschiff. Der Fluss spielt in der Erzählung oft eine Rolle, daher hat er seinen Platz auf dem Cover mit Fug und Recht.

Fazit:  Dieses Hörspiel kann man gut in Etappen hören, denn es erzählt eine Vielzahl an Abenteuern, statt einem großen Abenteuer vom Anfang bis zum Ende. Das ist ungewöhnlich. Dank liebenswerter Figuren findet man sich im Nu ein, freut sich mit ihnen, fürchtet sich mit ihnen, hofft und bangt mit ihnen und um und für sie.

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